Die Anstrengungen Roms, die Reformation zunichte zu machen

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Lieber Freund,

In gleicher Weise wie die römisch-katholische Kirche durch die Gegenreformation der Jesuiten auf den biblischen Glauben der Reformatoren reagierte, unternimmt nun Papst Franziskus, ein Jesuit, alle Anstrengungen, die Reformation zunichte zu machen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir verstehen, welcher Art diese Anstrengungen sind, um diese nicht nur abzuwehren, sondern auch den reformatorischen Glauben zu stärken. Bitte verbreiten Sie den Artikel unter Familienangehörigen und Gemeindemitgliedern, und sofern möglich veröffentlichen Sie ihn im Internet. Danke.

Richard Bennett

 

Die wichtigste Antwort der römisch-katholischen Kirche auf den biblischen Glauben der Reformatoren im 16. Jahrhundert war die Gegenreformation der Jesuiten. In aggressiver Weise führten die Jesuiten eine Bewegung an, die die politische und kirchliche Macht der katholischen Kirche wiederherstellen sollte, die sie vor der Reformation innehatte. Die Jesuiten waren es, die vierhundert Jahre lang in der Hauptsache die Bemühungen um eine Gegenreformation anstrengten, indem sie für päpstliche Autorität eintraten, das sakramentale System wiederherstellten und den Aberglauben und Mystizismus unter den vielen Nationen förderten, die von den biblischen Prinzipien der Reformation erfasst worden waren. Ihre Wahl fiel auf Personen, die hohe Positionen und Macht besaßen; sie setzten sich dafür ein, die Gunst derjenigen zu erlangen, die unter ihrem Einfluss standen, insbesondere indem sie die Kinder lehrten.

Die jesuitische Praxis wurde im Zweiten Vatikanischen Konzil in den Jahren 1962 – 1965 bestätigt. Der wichtigste Erfolg bestand in der Strategie, einen falschen Ökumenismus zu schaffen. Ziel war es, alle anderen christlichen Institutionen und Denominationen und deren Mitglieder in die volle Gemeinschaft mit dem päpstlichen Rom zu führen. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil setzt sich das päpstliche Rom unermüdlich dafür ein, als die einzige christliche Kirche anerkannt zu werden. Alle anderen, insbesondere die Evangelikalen, werden als „getrennte Brüder“ bezeichnet und können lediglich als wahre Christen Anerkennung finden, wenn sie sich mit der Mutterkirche vereinen. Folglich arbeitet die Kirche auf die Zeit hin, in der sie tatsächlich als das Haupt des Christentums anerkannt sein wird.

Wie der Lutherische Weltbund die Reformation zunichtemacht

Im Jahre 2016 unternahm der sehr begabte Jesuit Papst Franziskus die jüngsten Anstrengungen, die Reformation zunichte zu machen. Es ist von besonderer Wichtigkeit zu verstehen, welche Ziele damit verbunden sind, um diese Aktivitäten nicht nur aufzuhalten, sondern um den reformatorischen Glauben zu fördern. Am 25. Januar 2016 berichtete der katholische Nachrichtendienst Catholic News Service, dass Papst Franziskus am 31. Oktober 2016 Schweden besuchen wird, um “an einem ökumenischen Gottesdienst zum Anlass des 500. Jahrestages der protestantischen Reformation teilzunehmen. Papst Franziskus wird an der Seite von Bischof Munib Younan, Vorsitzender des Lutherischen Weltbundes, und an der Seite von Pfarrer Martin Junge, Generalsekretär des Weltbundes, einen ökumenischen Gedenkgottesdienst halten, so die gemeinsame Erklärung des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und des Lutherischen Weltbundes.“[1]

   Dass die römisch-katholische Kirche und der Lutherische Weltbund sich vom biblischen Glauben abgewandt haben, zeigt die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre vom 31. Oktober 1999 von Katholischer Kirche und Lutherischem Weltbund.[2] Dieses offizielle Dokument erklärt unter der Überschrift Das Sündersein des Gerechtfertigten: „Wir bekennen gemeinsam, dass der Heilige Geist in der Taufe den Menschen mit Christus vereint, rechtfertigt und ihn wirklich erneuert.“[3] Die Wahrheit der Bibel jedoch ist, dass der Glaube eines wahren Christen niemals auf dem Fundament einer äußeren Handlung stehen kann, da wahrer Glaube sich auf das vollkommene Leben Christi Jesu stützt. Allein das Opfer Christi rechtfertigt eine Person allein durch Gnade und allein aus Glauben.[4] Die Behauptung, dass die Wirkung der „Taufe“ eine Person vor dem heiligen Gott rechtfertigt, ist eine Leugnung der Gnade des Herrn und seiner vollkommenen Erlösungstat am Kreuz. Dies ist ein „anderes Evangelium“.[5] Die Rechtfertigung durch Gnade allein und durch den Glauben allein waren die großen Prinzipien Martin Luthers, und genau jene Prinzipien gab der Lutherische Weltbund im Jahre 1999 auf der Basis eines ökumenischen Dialogs mit der katholischen Kirche auf.

Die Anglikanische Kirche Englands im Griff der Kirche Roms

Überdies meldete das katholische Nachrichtenportal Catholic News Service am 9. Februar 2016, dass „… der Erzbischof von Westminster im ehemaligen Hause König Heinrichs VIII. einen Abendgottesdienst abhielt. Es war der erste Gottesdienst nach dem lateinischen Ritus der katholischen Kirche in der königlichen Kapelle des Palastes seit über 450 Jahren.“[6]

Dieser Vorgang war vorauszusehen, da Papst Benedikt XVI. Großbritannien im September 2010 besucht hatte. Der Besuch wurde als eine „einmalige Gelegenheit [betrachtet], die Verbindungen zwischen Großbritannien und dem Vatikan in Bezug auf globale Initiativen sowie die wichtige Rolle des Glaubens durch die Schaffung starker Glaubensgemeinschaften zu stärken.“[7] Der Pontifex wandte sich in der Westminster Hall [durch beide parlamentarische Häuser] an die britische Gesellschaft.“[8]

Obwohl König Heinrich VIII. sich politisch vom päpstlichen Rom gelöst hatte, legte er persönlich niemals den katholischen Glauben ab. Folglich ist die Anglikanische Kirche Englands, die vom Erzbischof von Westminster repräsentiert wird und römisch-katholische Lehren übernommen hat, durch den ökumenischen Dialog nur noch enger mit der abgefallenen römischen Kirche verbunden; genau dies ist das erklärte päpstliche Ziel des Dokuments Nr. 32 des Zweiten Vatikanischen Konzils.[9]

Im Jahre 2016 weisen die beiden Berichte des katholischen Nachrichtenportals darauf hin, dass die Anstrengungen Roms, die Reformation zunichte zu machen, nach 500 Jahren erfolgreich sein könnten. Aus diesem Grund ist es notwendig, die historischen Fakten der Reformation zu betrachten, um aufzuzeigen, dass die ökumenischen Treffen der katholischen Kirche mit dem Vorsitzenden des Lutherischen Weltbundes und dem Erzbischof von Westminster in besonderer Weise dazu dienten, der Abkehr vom reformatorischen Glauben Vorschub zu leisten.

Authentischer reformatorischer Glaube

Martin Luther in Deutschland, Johannes Calvin, Lefevre und Farel in Frankreich sowie Zwingli in der Schweiz repräsentieren den wahren reformatorischen Glauben. Das Heil vor dem heiligen Gott durch Gnade allein war die wesentliche Grundlage des reformatorischen Glaubens. Vereint in der Wahrheit von Gottes Wort glaubten sie, dass jeder Mensch allein aus Gnade errettet wird wie die Schrift sagt: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“[10] Sie lehrten die biblische Wahrheit, dass) „denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.“[11]

Die Reformation wies eindeutige Merkmale auf, und viele davon unterscheiden sich von allen anderen Erweckungen der Geschichte. Ein entscheidendes Merkmal war ihre geographische Ausbreitung. Sie begann zeitgleich und unabhängig voneinander in verschiedenen europäischen Nationen. Männer wie Martin Luther, Johannes Calvin, Lefevre und Zwingli predigten einmütig gegen die katholischen Riten und betonten den Glauben an Christus allein als einzigen Heilsweg. Obwohl Luther als Gründer der Reformation betrachtet wird, predigten die anderen Reformatoren das gleiche Evangelium der Gnade als Fundament der Wahrheit.

Sola Scriptura: Das mächtige Prinzip der Reformation

Nach einer scheinbar endlosen Zeit päpstlicher Häresien erschien das Licht der Reformation, und Europa wandte sich dem biblischen Glauben zu. Martin Luther sprach zu den Herzen der Menschen, als er sagte: „Wenn ich nicht durch Zeugnisse der Schrift und klare Vernunftgründe überzeugt werde; denn weder dem Papst noch den Konzilen allein glaube ich, da es feststeht, dass sie öfter geirrt und sich selbst widersprochen haben, so bin ich durch die Stellen der heiligen Schrift, die ich angeführt habe, überwunden in meinem Gewissen und gefangen in dem Worte Gottes. Daher kann und will ich nichts widerrufen, weil wider das Gewissen etwas zu tun weder sicher noch heilsam ist. Gott helfe mir, Amen!“[12] Tatsächlich hatte Luther nur das entdeckt, was von unserem Herrn und seinen Aposteln verkündigt worden war. In der Versuchung in der Wüste wehrte der Herr Jesus den Teufel dreimal ab, indem er sagte: „Es steht geschrieben.“ Zum Beispiel: „Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!“[13] Indem der Herr die Aussage „Es steht geschrieben“ verwendete, verwies er auf eine Formulierung, die 80 Mal in der Bibel verwendet wird. Die Wiederholung dieses Satzes unterstreicht seine Bedeutung. Dass der Herr die Autorität des geschriebenen Wortes vollständig anerkennt, geht aus seinen Worten hervor: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“[14] An anderer Stelle heißt es: „… denn du hast dein Wort groß gemacht über all deinen Ruhm hinaus.“[15] Die Reformatoren beugten sich der alleinigen Autorität des Wortes Gottes, wie der Apostel Paulus es ihnen gelehrt hatte: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“[16]

Folglich waren Luther und die anderen Reformatoren, die der Herr in jener Zeit berief, in ihrem Gewissen an das geschriebene Wort gebunden: „Dein Wort ist die Wahrheit.“[17] In der Tat muss jeder wahre Gläubige anerkennen, dass es einen absoluten Maßstab gibt, an dem Wahrheit und Lüge sich messen lassen müssen und der darüber entscheidet, ob wir Gott gefallen oder missfallen. Es ist unmöglich, Jesus Christus als Herrn anzuerkennen und gleichzeitig die Autorität des Wortes Gottes zu verwerfen. Wenn eine Person Gott liebt, wird er sein Wort allein lieben, d. h. ohne Zusätze durch kirchliche Lehrtraditionen. „Dein Wort ist wohlgeläutert, und dein Knecht hat es lieb.“[18] Eine Person kann nicht sagen, dass sie Gott liebt, wenn sie nicht sein Wort liebt, denn die Zeichen wahrer geistlicher Liebe sind offenkundig: „Als ich deine Worte fand, da verschlang ich sie; deine Worte sind mir zur Freude und Wonne meines Herzens geworden, denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, o Herr, du Gott der Heerscharen!“[19]

Nachdem die Reformatoren ihren Glauben dem geschriebenen Wort Gottes unterworfen hatten, konnten sie nicht anders als das katholische Dogma der „heiligen Überlieferungen“ [Schriften der Kirchenväter und der katholischen Kirche] zu verwerfen, das aus Sicht der Katholiken wesentlich war, um die Wahrheit zu verstehen. Bis heute gilt diese katholische Überzeugung, wie aus dem Katholischen Katechismus hervorgeht: „Die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift sind eng miteinander verbunden und haben aneinander Anteil.“ Ferner heißt es im Katholischen Katechismus: „Die Heilige Überlieferung aber gibt das Wort Gottes, das von Christus, dem Herrn, und vom Heiligen Geist den Aposteln anvertraut wurde, unversehrt an deren Nachfolger weiter, damit sie es unter der erleuchtenden Führung des Geistes der Wahrheit in ihrer Verkündigung treu bewahren, erklären und ausbreiten.“ „So ergibt sich, dass die Kirche“, der die Weitergabe und Auslegung der Offenbarung anvertraut ist, ,,ihre Gewissheit über alles Geoffenbarte nicht aus der Heiligen Schrift allein schöpft. Daher sind beide mit dem gleichen Gefühl der Dankbarkeit und der gleichen Ehrfurcht anzunehmen und zu verehren.“[20]

Dem Weg der Wahrheit und dem Beispiel der Reformatoren folgen

In der Zeit der Reformation war Gelehrsamkeit und die Suche nach Wahrheit von Leben erfüllt. Eine große Freundschaft und Verbrüderung erfolgte unter den Reformatoren, als die Bewegung wuchs und sich in Europa und in Großbritannien ausbreitete. Es kam zu einem regen Gedankenaustausch und zu großer Gastfreundschaft. Ein erstaunliches Merkmal der Reformation waren diese Kontakte und diese Zusammenarbeit unter den Reformatoren, als sie sich in ihren Bemühungen untereinander ermutigten. Die Reformation breitete sich sehr schnell aus. Natürlich war es notwendig, diese Entwicklung zu festigen und zu verfeinern; aber es ist kaum vorstellbar, dass eine Erweckung solchen Ausmaßes, die das Denken und Leben der Menschen völlig veränderte, in einer solch kurzen Zeit erreicht werden könnte. Dies war Vorsehung, denn in dieser Zeit waren es die gebildeten Leute, die Hebräisch, Griechisch und Latein beherrschten, um die damalige Bibel lesen zu können. Es wurde notwendig, die Bibel in die jeweilige Muttersprache zu übersetzen, damit alle das Privileg hatten, die Bibel in ihrer eigenen Sprache zu lesen. Diese Aufgabe erfoderte Gelehrsamkeit. Alles Predigen von Luther, Latimer, Zwingli, Knox und Wishart hätte die Reformation nicht zum Erfolg gemacht, wenn die Bibel nicht gleichzeitig in andere Sprachen übersetzt worden wäre, um sie allen Menschen zugänglich zu machen. Als Latimer in Cambridge predigte, schmuggelte Tyndale, der geflohen war, Tausende von englischen Neuen Testamenten nach England, damit jeder Engländer die Botschaft des Heils selbst lesen konnte. Nur auf diese Weise erlebte England die Reformation. Ähnliches ereignete sich in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern.

Die Reformation brach mit dem katholischen Totalitarismus, was in einer relativen kurzen Zeit erreicht war. Die Reformation war eine Bewegung des Heiligen Geistes. Es war wahrhaft eine geistliche Erweckung, durch die die Massen von der Gebundenheit des Aberglaubens und des Ritualismus eines abgefallenen Papsttums befreit wurden und sich zum Evangelium der Gnade wandten. Die Entdeckung der alleinigen Autorität der Schrift führte zum Gehorsam gegenüber Gott und seinem Wort, so wie die Entdeckung der Lehre der Rechtfertigung durch Gnade allein und durch Glauben allein alle wahren Gläubigen in eine direkte und persönliche Beziehung mit Gott führte.

Das Erbe der Reformation

Was ist das Erbe der Reformation? Was können wir für unsere Zeit daraus lernen? Die Reformation war eine große Erweckung, die nicht nur auf dem Fundament des Wortes Gottes stand, sondern auch auf Gebet beruhte, wie es bei allen Erweckungen der Fall ist. Spurgeon sagte über das Gebet, das die Reformation bestärkte: „Denkt nicht, dass Luther der einzige Mann war, der die Reformation hervorbrachte! Es gab Hunderte, die seufzten und im Geheimen riefen: ‚O Gott, wie lange noch?‘ in ihren Hütten im Schwarzwald, in ihren Häusern in Deutschland, auf den Hügeln in der Schweiz, in den Palästen in Spanien, in den Folterkammern der Inquisition und auf den grünen Ebenen Englands.“[21] Es war also das Gebet, das diese große Bewegung ermöglicht hatte, als hingegebene Beter in ganz Europa zum Herrn riefen, eine Bewegung des Heiligen Geistes zu senden.

Die erste große Erweckung nach der Reformation entstand im 18. Jahrhundert in den USA und in Großbritannien durch Jonathan Edwards und George Whitefield. Vor der Ausgießung des Heiligen Geistes kam es zu einer Gebetsbewegung in den Herzen dieser Männer und ihrer Zeitgenossen. Auch in Ulster in Nordirland im Jahre 1859 und am Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Wales ging Gebet einer Erweckung voran.

Schlussfolgerung

Die Reformatoren verkündigten die biblische Lehre, dass Gott allein ewig, unendlich und unveränderlich in seinem Wesen, seiner Güte, seiner Heiligkeit, seiner Gerechtigkeit, seiner Macht, seiner Wahrheit und seiner Weisheit ist. Folglich ist er alleine es, der Gebet erhört; er allein ist der Heilige; er allein ist der Heilige Vater; in einem Wort, Gott allein sei die Ehre. Die Pläne von Papst Franziskus, Schweden am 31. Oktober 2016 zu besuchen, sowie der Gottesdienst vom Erzbischof von Westminster in der ehemaligen Wohnstätte von König Heinrich VIII. beweisen den Glaubensabfall. 2016 ist ein Jahr der Sünde. Die Heiligkeit Gottes, die Furcht Gottes, die Überführung von Sünde und das Evangelium der Gnade sind umso notwendiger. Wie leben und herrschen wir mit Jesus Christus in einer Zeit, in der die Sünde überhandnimmt? Die Schrift gibt die Antwort auf diese Frage: „Denn wenn infolge der Übertretung des Einen der Tod zur Herrschaft kam durch den Einen, wieviel mehr werden die, welche den Überfluss der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus!)“[22] Wer die überfließende Gnade in Christus empfängt, wird von der Herrschaft des Todes erlöst und mit Christus leben und herrschen, indem er täglich durch sein Wort und den Heiligen Geist in ständiger Gemeinschaft mit ihm geheiligt wird. Mit Christus werden wir ewig herrschen und ihn ewig verherrlichen. Glaube an ihn allein und du wirst in ihm bewahrt sein, „zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten.“[23]

Es ist durch die Kraft und Gnade unseres Herrn Jesus Christus alleine, dass wir ein christliches Leben führen können, wie die Reformatoren des 16., 17. und 18. Jahrhunderts es taten. Das Opfer des Herrn ist für den Gläubigen, indem der Herr stellvertretend den Platz des Sünders eingenommen hat, der im Glauben kommen kann, da Christus die Rechtsforderung des Gesetzes erfüllt hat. Der stellvertretende Tod Christi für uns löschte alle Notwendigkeit einer Bestrafung aus. Indem er ein Stellvertreter für sein Volk wurde, nahm Christus Jesus die rechtmäßige Verantwortung auf sich. In den wunderbaren Worten der Schrift: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen.“[24]

Gott, der Herr, hat verheißen, ein Vater aller wahren Gläubigen zu sein – dass sie seine Söhne und Töchter werden. Dies ist die größte aller Ehren. Welch Undankbarkeit ist es, wenn jemand solch eine Gabe und Jesus Christus und das ewige Leben verwirft zugunsten der abgefallenen katholischen Kirche. Der Herr hat verheißen: „Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“[25]

Diejenigen, die auf den Ruf Gottes antworten, werden Christus gegeben, denn sie werden alleine aufgrund seines Blutes errettet. Gott, der Herr, durch seinen Heiligen Geist, überführt von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht all jene, die ihre Sündhaftigkeit und ihre Erlösungsbedürftigkeit anerkennen. Ruft der Herr dich? Allein im Herrn Jesus Christus ist Freiheit und ewiges Leben! Glaube durch seine Gnade an ihn, denn „aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“[26]


[1] URL: www.catholicherald.co.uk/news/2016/01/25/pope-francis-to-visit-sweden-for-reformation-commemoration/, 23.2.2016.

[2] Siehe den Artikel: www.bereanbeacon.org/new-blog/2015/10/17/the-catholic-lutheran-accord.

[3] GEMEINSAME ERKLÄRUNG ZUR RECHTFERTIGUNGSLEHRE des Lutherischen Weltbundes und der Katholischen Kirche, 4.4.

URL: http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_31101999_cath-luth-joint-declaration_ge.html.

[4] Jo 6:29; Rö 2:28, 29; Eph 2:8, 9; Kol 2:11; Rö 3:21-26.

[5] Gal 1:9.

[6] URL: www.dailymail.co.uk/news/article-3439293/Hampton-Court-Palace-chapel-holds-Catholic-service-Henry-VIII-broke-away-Rome-16th-century.html , 23.2.2016.

[7] URL: https://zenit.org/articles/uk-queen-government-welcome-papal-visit.

[8] URL: http://www.zenit.org/article-28654?l=english.

[9] Über den Ökumenismus. URL: http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_decree_19641121_unitatis-redintegratio_ge.html.

[10] Eph 2:8-9.

[11] Rö 3:23-26.

[12] URL: http://www.luther.de/legenden/ws.html.

[13] Mt 4:4.

[14] Mt 5:17-18.

[15] Psalm 138:2.

[16] 2Tim 3:16-17.

[17] Jo 17:17.

[18] Ps 119:140.

[19] Jer 15:16.

[20] Katholischer Katechismus, Par. 80, 81, 82.

[21] URL: www.the-highway.com/revival-reformation_Lamb.html 2/23/2016.

[22] Rö 5:17.

[23] Eph 1:6.

[24] Gal 4:4-5.

[25] Johannes 6:37.

[26] Eph 2:8-9.