Rom, der Papst und die Europäische Union

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Die Autoren Richard Bennett und Michael de Semlyen erteilten freundlicherweise ihre Genehmigung, den vorliegenden Artikel ins Deutsche zu übersetzen und zu veröffentlichen.

Richard Bennett wurde 1965 zum Priester geweiht. Im Jahre 1985 erlebte er im Alter von 48 Jahren seine Bekehrung und  Wiedergeburt. Kurzerhand trat er aus der katholischen Kirche aus. Heute lebt der Autor, Evangelist und Betreiber der Webseite Berean Beacon in den USA.

Michael de Semlyen ist Autor des Buches Alle Wege führen nach Rom – Evangelikale wohin? und britischer Evangelist. Zusammen mit Richard Bennett informiert er auf der Webseite Reformation Faith über den wahren und falschen Ökumenismus und tritt für einen reformatorischen Glauben ein.

Der Artikel wurde Ende 2006 verfasst.

Liebe Freunde,

Der Vatikan war die mächtigste Institution Europas, und obgleich sein Einfluss zur Zeit der Reformation einen Niedergang erlebte, hat er in den letzten beiden Jahrhunderten einen erstaunlichen Wiederaufstieg erfahren. Die protestantischen Nationen Europas, die sich in Religion, Politik und Wirtschaft von der totalitären römischen Kirche gelöst hatten, scheinen blind zu ihrem alten Joch zurückzukehren.

Die Steuerfreiheit der Vatikanischen Bank in Italien ermöglichte es dem Vatikan, viele multinationale Unternehmen zu manipulieren. Dieser Einfluss ist allerdings nicht mit dem Einfluss vergleichbar, den der Vatikan in Europa auf Weltpolitik und Religion hat. Ein jesuitischer Priester schrieb in seinem Buch Inside the Vatican (Einsichten in den Vatikan): „Trotz der Wichtigkeit des Papsttums für die katholische Kirche und ihre entscheidende Rolle in internationalen Angelegenheiten, sind den meisten Katholiken, den Befürwortern einer globalen Politik oder der Welt im Allgemeinen die inneren Machenschaften unbekannt.“1 Diese Unwissenheit wird besonders deutlich, was die Rolle des Vatikan bei der Schaffung der EU angeht. Wenn die protestantischen Nationen Europas frei bleiben wollen, müssen die wahren Gläubigen auf beiden Seiten des Kontinents über die Kirche Roms und die EU informieren und dies vor Gott im Gebet bewegen. Andernfalls muss man mit der Rückkehr der Inquisition rechnen.

Es ist der Wunsch der Autoren, dass diese Studie eine der mächtigsten Institutionen der heutigen Welt durchleuchtet. Unsere Absicht ist es, aufzurütteln und andere dazu zu ermutigen, das gleiche zu tun. Bitte verbreiten Sie diesen Artikel oder veröffentlichen Sie ihn auf Ihrer Webseite.

Mit tiefer Besorgnis über das Neue Europa, das im Entstehen ist,

Richard Bennett und Michael de Semlyen

 Die römisch-katholische Kirche und der Papst werden weltweit respektiert und bewundert. Die römische Kirche wird als eine gut organisierte, erfolgreiche und einflussreiche aber auch ehrwürdige und autoritative Institution angesehen. Dass die Sukzession des päpstlichen Amtes eine so unkritische Bewunderung hervorruft, ist einzigartig unter den Kirchen. Keine andere globale Institution weist ein derartiges Merkmal auf. Den Stellungnahmen der katholischen Kirche zu moralischen Fragen wird großes Gewicht beigemessen. Das Papsttum genießt heute ein so hohes Ansehen, dass es sogar Akzeptanz unter Evangelikalen gefunden hat. Letztere haben größtenteils aufgehört, die Lehren des Papsttums in Frage zu stellen.

Warum sollten wir dann eine andere als die allgemein vertretene Position einnehmen? Wir tun dies, weil der Herr uns geboten hat, Seine Wahrheit und Seinen Mahnruf zu verkünden. Wir glauben, dass der große britische Prediger Dr. Martyn Lloyd-Jones recht hatte, als er sagte, dass „die römisch-katholische Kirche Lug und Trug ist; sie repräsentiert in einer teuflischen Weise die schlimmste Abtrünnigkeit… Sie beherrscht die Seelen ihrer Mitglieder mit eisernem Griff, so wie der Kommunismus und der Nationalsozialismus es taten, und sie ist einem totalitären System gleichzusetzen.“2

Päpstliche Aussagen zu Europa

Am 31. August 2003 legte Papst Johannes Paul II. die Zukunft des neuen Europa in die Hände der Jungfrau Maria. Das katholische Nachrichtenmagazin Zenit schrieb:

„Er legte Europa in die Hände Marias, damit eine ‚Symphonie von Nationen entsteht, die sich der Schaffung einer Zivilisation von Liebe und Frieden verpflichtet.’ Am letzten Sonntag drängte der Heilige Vater darauf, dass die Europäische Verfassung die christlichen Wurzeln des Kontinents ausdrücklich anerkennen solle, da sie ‚die Zukunft sicherstellen.’“3

Die offizielle Lehre der katholischen Kirche macht deutlich, dass diese Aussage bezüglich der „christlichen Wurzeln des Kontinents“ eine Fassade ist. Wenn der Papst oder die römische Kirche den Ausdruck „christlich“ verwendet, verstehen sie den Ausdruck im „römisch-katholischen“ Sinne. Ein kürzlich erschienenes Dokument von Rom verurteilt „die Tendenzen, die Heilige Schrift außerhalb der Tradition und des kirchlichen Lehramtes zu lesen und zu interpretieren.“4 Rom beansprucht offiziell für sich, dass die katholische Kirche die wahre Kirche Christi ist. In dem Dokument heißt es:

„Es gibt also eine einzige Kirche Christi, die in der katholischen Kirche subsistiert und vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird.“5

In der Weise wie die Nazis Nicht-Arier zu Nicht-Menschen erklärte, erklärt die Kirche von Rom andere Kirchen zu Nicht-Kirchen. Im offiziellen Wortlaut heißt es:

„Die kirchlichen Gemeinschaften hingegen, die den gültigen Episkopat und die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums nicht bewahrt haben, sind nicht Kirchen im eigentlichen Sinn …“6

Im gleichen Dokument, Dominus Iesus (5.September 2000), wird in einer Fußnote auf ein Dekret (Unam Sanctam, 13. September 1302) Bezug genommen, in dem es heißt:

„So erklären wir denn, daß alle menschliche Kreatur bei Verlust ihrer Seelen

Seligkeit untertan sein muß dem Papst in Rom, und sagen es ihr und bestimmen es.“7

Die Haltung der römischen Kirche wird in ihren offiziellen Dokumenten offenkundig. Wenn die protestantischen Nationen erst einmal dem entstehenden europäischen Superstaat und seiner Verfassung zugestimmt haben, wird der Plan des Vatikan, die Europäische Union wieder zu „christianisieren“, in die Tat umgesetzt werden. So hat der Londoner Sunday Telegraph vermeldet:

„Der Papst bereitet sich in aller Ruhe darauf vor, die Herrschaft anzutreten, von der er aufrichtig glaubt, es sei sein göttliches Recht – die Herrschaft als ein neuer Heiliger Römischer Kaiser, der vom Ural bis zum Atlantik regiert.”8

Der Vatikan als ein „einzigartiger Beitrag“ zur EU

Die EU verfügt bereits über die meisten Merkmale, die eine Nation charakterisieren. Sie hat einen Pass, eine Flagge, eine Einheitswährung und eine Hymne. In ihrer Verfassung bereitet sie derzeit die für Nationen übliche Ämter vor wie das des Präsidenten, internationaler Botschafter und des Außenministers. Der Vatikan haucht all dem gewissenhaft sein Leben ein, indem er sagt, dass dies „ein einzigartiger Beitrag für die Gestaltung eines weltoffenen Europas ist.“ Der Papst schreibt in Ecclesia in Europa (Kirche in Europa):

„Die katholische Kirche kann als die eine und allgemeine – wenngleich in der Vielfalt ihrer Teilkirchen gegenwärtige – Kirche einen einzigartigen Beitrag zum Aufbau eines der Welt gegenüber offenen Europa leisten. Von der Katholischen Kirche stammt nämlich ein Modell wesenhafter Einheit in der Verschiedenheit der kulturellen Ausdrucksformen, das Bewußtsein der Zugehörigkeit zu einer weltweiten Gemeinschaft, die in den Ortsgemeinden wurzelt, ohne sich jedoch in ihnen zu erschöpfen, also der Sinn für das Einende, das über das Unterscheidende hinausgeht.“9

„Die einzelnen Kirchen Europas sind nicht nur Institutionen oder private Organisationen. Vielmehr verrichten sie ihr Werk in Form von spezifischen Institutionen, die eine volle rechtliche Anerkennung hinsichtlich der Zivilgesetzgebung verdienen.“10

Von „einzelnen Kirchen in Europa“ zu sprechen, ist lediglich ein Vorwand. Der Vatikan sieht sich selbst als die einzige Kirche und lässt offiziell verlautbaren:

„Die Gläubigen sind angehalten zu bekennen, dass es eine geschichtliche, in der apostolischen Sukzession verwurzelte Kontinuität zwischen der von Christus gestifteten und der katholischen Kirche gibt.“11

Diese publizierten Erklärungen machen deutlich, dass die katholische Kirche, abgesehen davon, dass sie sich als „einzigartigen Beitrag zur Schaffung eines weltoffenen Europa“ betrachtet, für sich selbst „rechtliche Anerkennung“ einfordert, die mit ihrem eigenen „Zivilrecht“ vereinbar ist. Jahrhundertelang war dies die Grundlage für die politische Manipulation durch den Vatikan. Die Kirche von Rom, die ihre eigene rechtliche Ordnung umsichtig vorbereitet, wird keine Rivalen tolerieren – „Die kirchlichen Gemeinschaften hingegen, die den gültigen Episkopat und die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums nicht bewahrt haben, sind nicht Kirchen im eigentlichen Sinn.“12 Ganz bestimmt werden die kirchlichen Gemeinschaften keine Rolle spielen, was den „Beitrag zur Schaffung eines weltoffenen Europa“ angeht!

Adrian Hilton warnte in einem kürzlich erschienen Artikel in The Spectator:

„Die Ziele der religiösen Einheit Europas sind weitaus mehr als die Pläne für politische Einheit verschleiert worden; dennoch sind die Bestrebungen, ein katholisches Europa zu schaffen, ebenso deutlich erkennbar. Der Papst forderte erst kürzlich, dass ‚Gott’ in der entstehenden europäischen Verfassung erwähnt wird, und viele führende katholische Politiker und Bischöfe haben sich dieser Forderung angeschlossen. Obwohl eine solche Bezugnahme oberflächlich betrachtet nur den Widerspruch der europäischen Atheisten und Humanisten hervorruft, muss man in Erwägung ziehen, dass der Vatikan, wenn er von Gott spricht, sich selbst als Gottes unfehlbarer Vize-Regent auf Erden betrachtet, als das führende Organ, durch das Gott spricht; tatsächlich sieht sich die römische Kirche gemäß Dominus Iesus (5. September 2000) als einziger Mittler des Heils für Gottes Auserwählte und besteht darauf, dass alle anderen Kirchen, einschließlich der Kirche von England ‚keine Kirchen im eigentlichen Sinne sind.’“13

Die wahre Bedeutung der Botschaft des Papstes an Europa

Das Dokument Ecclesia in Europa ist eine der ausgeklügeltsten Aussagen von Papst Johannes Paul II. Es ist ein Meisterwerk, das vordergründig die christliche Botschaft verkündet, während es tatsächlich die Riten und Rituale des Papsttums propagiert. Der Gedanke von einem „Evangelium der Hoffnung“ beispielsweise wird in der Dissertation vierzig Mal erwähnt. Die Botschaft ist indes keine Botschaft der Hoffnung; vielmehr handelt es sich um eine sehr geschickte Täuschung. Paragraph 74 beispielsweise beginnt mit der Aussage:

„Einen großen Stellenwert muss man der Ausübung der Sakramente einräumen als Handlungen des Christus und der Kirche, verordnet zum Gottesdienst, zur Heiligung des Gottesvolkes und zur Erbauung der kirchlichen Gemeinschaft.“ Der Papst stellt die sichtbaren symbolischen Sakramente als wirksame Mittel zum Heil dar. Anstelle des direkten Gehorsams Christus Jesus gegenüber, wie er im Evangelium des Glaubens gefordert wird, werden die Sakramente als „Handlungen des Christus“ dargestellt. Das ist das, was der Vatikan unter „Hoffnung“ versteht. Diese Sakramente sind nach der offiziellen Lehre Roms notwendig für das Heil:

„Die Kirche sagt, daß die Sakramente des Neuen Bundes für die Gläubigen heilsnotwendig sind [Vgl. K. v. Trient: DS 1604]. Die „sakramentale Gnade” ist die jedem Sakrament eigene, durch Christus gespendete Gnade des Heiligen Geistes.“14

Die Sakramente der römischen Kirche leugnen das unmittelbare Wirken Gottes in Christus Jesus sowie die Priesterschaft Christi und verneinen die Kraft Christi als Mittler. Die römische Kirche leugnet das Werk der Heiligung durch Gott, den Heiligen Geist, indem sie die Kraft des Heiligen Geistes, Gnade zu vermitteln, auf die eigenen Rituale überträgt. Damit leugnet sie das Recht Gottes, des Vaters, Sünden zu vergeben und den Sünder zu rechtfertigen. Das ist die Realität hinter den Vorstellungen des „Evangeliums der Hoffnung“, die die Botschaft des Papstes an Europa charakterisieren. Jahrhundertelang hat Rom die Sakramente an die Stelle des Evangeliums gesetzt und damit dauerhaft die Gnade Gottes beschädigt. Die päpstliche Botschaft an Europa entehrt Gott und ist ein Fluch für die Menschen.

Wir befinden uns an einem Scheidepunkt in der Geschichte, an dem das Heilige Römische Reich in Form eines europäischen Superstaates Gestalt annimmt. In der Geschichte hat das Papsttum sich stets selbst regiert und war nie einer anderen Macht als nur der Macht Gottes unterworfen. Als bibelgläubige Menschen müssen wir uns vergegenwärtigen, in welchen Zeiten wir leben, und wir müssen die Geschichte der EU untersuchen, um die Hintergedanken der römischen Kirche zu erkennen.

Eine kurze Geschichte der EU

Nach der Zerstörung, Verwüstung und den außerordentlich vielen Toten nach dem Zweiten Weltkrieg wollten die Staatsmänner und Politiker gewährleisten, dass sich Derartiges nicht noch einmal wiederholt. Im Jahre 1946 schlug Winston Churchill in seiner berühmten Rede in Zürich in der Schweiz vor, dass „wir eine Art Vereinigte Staaten von Europa schaffen müssen.“ Dabei handelte es sich nicht, wie einige EU-Enthusiasten oft behaupten, um das Engagement Großbritanniens für ein europäisches Projekt. Churchill hatte eine Vision von Westeuropa mit freien unabhängigen, souveränen Staaten, allerdings nicht im Sinne eines undemokratischen föderalen Superstaates. Die Nationen sollten gemeinsam eine bislang unerreichte Kooperation und Harmonie anstreben.

Im Jahre 1950 wurde der Schuman Plan entworfen, wonach die supranationale Verwaltung der deutschen und französischen Kohle- und Stahlindustrie die Grundlage für die Europäische Wirtschaftseinheit legen sollte. Die teilweise Zusammenlegung der Wirtschaftszweige der beiden traditionellen Feinde sollte dauerhaften Frieden schaffen. Der französische Außenminister Robert Schuman und der deutsche Kanzler Konrad Adenauer unterzeichneten als Mitbegründer ein Abkommen – Vertrag von Paris – der so genannte „Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl“ (EGKS, „Montanvertrag“). Wie ihre Kollegen Jean Monnet und Paul Henri Spaak waren sie beide überzeugte Katholiken, die die Vision der Päpste der Nachkriegszeit teilten, ein rekatholiziertes und vereintes Europa zu schaffen. Adenauer und Schuman sowie Alcide De Gasperi waren die drei „Gründungsväter“ und sollen in einem Verfahren des Vatikans aufgrund ihrer Verdienste bei der Gründung des neuen Europa „nach den Regeln der römisch-katholischen Kirche heilig gesprochen werden.“

Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) wurde 1957 durch den Vertrag von Rom geschaffen; Italien, Holland, Belgien und Luxemburg schlossen sich Frankreich und Deutschland an, um Handelsbarrieren zwischen den Mitgliedsstaaten abzubauen und eine gemeinsame Wirtschaftspolitik zu machen. Alle, die sich die Mühe machen, den langatmigen und geschwollenen Vertrag zu lesen, werden erkennen, dass das Ziel des Projekts immer darin bestand, eine politische Einheit unter dem Vorwand einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu schaffen, „eine noch engere Union.“15

Im Jahre 1962 wurde die gemeinsame Landwirtschaftspolitik eingeführt mit einem einzigen europäischen Markt und einer Preisbindung, die durchweg die französischen Bauern bevorzugte. The Northwest Technocrat kommentierte die Gestalt des europäischen Projekts, das sich in jener Zeit entwickelte:

„Der Faschismus in Europa entsteht neu in einer respektableren Form von Wirtschaftspolitik, und der Vertrag von Rom wird schließlich in vollem Umfang umgesetzt werden. Der Traum eines Heiligen Römischen Reiches, das erneut die Macht erlangt, um die sogenannten Kräfte der christlichen Menschheit der westlichen Welt zu dominieren und anzuführen, ist nicht tot, sondern lebt in den Hinterzimmern jeder Hauptstadt Westeuropas weiter;  führende Vertreter der EWG sind entschlossen, das Heilige Römische Reich wiederherzustellen mit allem, was dies beinhaltet.“16

Nahezu dreißig Jahre später brachte der Londoner Sunday Telegraph die gleichen Bedenken in einem Artikel mit der Überschrift „Erneut ein Heiliges Römisches Reich?“ zum Ausdruck. In dem Artikel heißt es:

„Der Vatikan denkt notorisch in Jahrhunderten. Papst Johannes Paul II. ist der politischste Papst der modernen Zeit. In der Schaffung eines föderalen gemeinsamen Marktes, dem sich auch die osteuropäischen Staaten anschließen werden, sowie in den Unruhen in der Sowjetunion, sieht der Papst das größte Potential, seit dem Fall Napoleons oder seit der Gegenreformation die politische Macht der katholischen Kirche wieder zu stärken. Die EWG nahm ihren Anfang unter der Inspiration von katholischen Politikern – wie Adenauer in Deutschland, Paul Henri Spaak, Jean Monnet und Robert Schuman… Die Sozialcharta der Europäischen Gemeinschaft und der Sozialismus von Jacques Delors (Präsident der Europäischen Kommission) sind durchdrungen von der katholischen Soziallehre. Wenn der europäische Föderalismus einen Triumph erringt, wird die EU in der Tat ein Imperium werden. Sie wird keinen Imperator (Kaiser) haben, aber sie wird den Papst haben. Es ist schwer, zu glauben, dass Wojtyla sich dessen nicht bewusst ist.“17

Im Jahre 1967 kündigte Premierminister Harold Wilson an, dass sich Großbritannien der Europäischen Gemeinschaft (dem gemeinsamen Markt) anschließen würde. Die britischen Bürger gaben in einer Volksabstimmung ihre Zustimmung dazu, in dem Glauben, dass sie eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit erreichen würden, eine Art Klub, nicht jedoch im Sinne eines entstehenden Superstaates. Unglücklicherweise lasen ebenso wenige Leute den Vertrag von Rom in den 1960er Jahren, wie die Leute in den 1930er Jahren das Buch Mein Kampf (Hitler) gelesen hatten. Politiker und Meinungsmacher, die es hätten besser wissen müssen, akzeptierten die Zusagen, dass es zu keinem Verlust nationaler Souveränität kommen würde, sofern man sich der EWG anschließen würde.

Im Jahre 1973 führte Premierminister Edward Heath Großbritannien in die EWG – Heath war sich definitiv bewusst, was er tat. Irland und Dänemark schlossen sich im gleichen Jahr an. Im Jahre 1979 wurde das Europäische Parlament in Straßburg nach ersten direkten Wahlen gegründet. Das Wort „Wirtschaft“ wurde dabei behutsam vermieden und taucht in der Namensgebung dieses Projekts nicht auf, das man nun die Europäische Gemeinschaft (EG) nannte. Griechenland kam 1981 zur EG hinzu, im Jahr der Einheitlichen Europäischen Akte (EEA) – in jener Zeit übertrug man allmählich die exekutiven, legislativen und judikativen Befugnisse der Mitgliedsstaaten auf die Institutionen der EG. Spanien und Portugal wurden im Jahre 1986 Mitglied der EG, die damals zwölf Mitgliedsstaaten umfasste. Im Jahre 1990 wurde Ostdeutschland mit Westdeutschland vereinigt.

Im Februar 1992 wurde der Maastricht Vertrag, ein Vertrag der Europäischen Union, in Maastricht in Holland von den Außen- und Finanzministern der Mitgliedsstaaten unterzeichnet. Ziel war es, die zwölf Nationen in einer engeren Zusammenarbeit und einer „noch engeren Union“ zu einen, was eine Reihe von Bereichen anging, die über die Wirtschaft und den Handel hinausgingen. Um dies zu erreichen, wurde die Europäische Gemeinschaft (EG) in Europäische Union (EU) umbenannt. Der Maastricht Vertrag regelte die Wirtschafts- und Währungsunion, die letztlich dazu führte, dass alle Mitgliedsländer eine Einheitswährung einführten. Die religiöse Dimension war allerdings noch nicht ersichtlich, obgleich sie der Schlüssel für das entstehende Gebilde war. Zu den europäischen Führern, die am einflussreichsten waren, was das Vorantreiben der Maastricht Agenda angeht, zählten Jacques Delors und der holländische Premierminister Ruud Lubbers (beide besuchten Schulen der Jesuiten) sowie der überzeugte Katholik und Kanzler Deutschlands, Helmut Kohl, und Premierminister Felipe Gonzalez in Spanien. Diese vier politischen Führer waren allesamt das Produkt der römisch-katholischen Soziallehre, die propagiert, dass es „keine edlere Aufgabe gibt, als die Vereinigung unseres Kontinents“ und die die Vorstellung eines geeinten Europa als ein wesentliches Ziel der katholischen Kirche betrachtet.

Der Vertrag von Amsterdam folgte und wurde 1997 unterzeichnet auf dem Weg zu einer „noch engeren Union“, was tatsächlich bedeutete, dass die nationale Souveränität der einzelnen Staaten immer geringer wurde; hierbei folgte man dem Prinzip acquis communautaire (das, was erreicht ist, kann nicht rückgängig gemacht werden). Der Vertrag von Amsterdam übertrug mehr Vollmachten auf die nicht gewählte Kommission und insbesondere auf den nicht gewählten Präsidenten als Initiator, Verwalter, Vermittler, Verhandler und Wächter der Verträge. Der Vertrag von Nizza, der im Dezember 2000 von Premierminister Tony Blair unterzeichnet wurde, war der letzte in einer Reihe von Verträgen, die die Souveränität von Großbritannien allmählich einschränkten. In Nizza wurde letztlich und unwiderruflich die EU als ein souveräner föderaler Staat ausgerufen. Ein neues europäisches Strafrecht, Corpus Juris, wird das klassische, bewährte britische Strafrecht ablösen. Wichtige Elemente wie Geschworenengerichte und Habeas Corpus (Grundsatz, dass ein Freiheitsentzug ohne richterliche Anordnung nicht zulässig ist) fehlen in diesem neuen Strafrecht gänzlich.18

Vollmacht der EU

Selbst bevor der Vertrag von Nizza in Kraft trat, legte das Europäische Konvent im Oktober 2002 unter Führung des französischen Präsidenten Valery Giscard d’Estaing einen ersten Entwurf einer europäischen Verfassung vor. Am 13. Juni 2003 wurde die endgültige Version eines Konzeptes zum EU-Verfassungsvertrag fertiggestellt. Im Londoner Daily Telegraph hieß es hierzu:

“Zu den Klängen von Beethovens Ode an die Freude erklärte das Konvent für die Zukunft Europas gestern seine Zustimmung zur schriftlichen Verfassung für eine gigantische Europäische Union mit 450 Millionen Bürgern, die den Osten und den Westen zusammenführt. Valery Giscard d’Estaing, der Vorsitzende der 105 Personen umfassenden Institution, hielt einen Text hoch… ‚Wir haben einen Samen gesät, und ich bin mir sicher, dass dieser Samen aufgehen und Frucht bringen wird. Europas Stimme wird auf der internationalen Ebene gehört und respektiert werden. Anstelle eines halb geformten Europas haben wir nun ein Europa mit einer legalen Identität, mit einer Währung, einem gemeinsamen Recht, ein Europa, das über eigene Verteidigungskräfte verfügt.’ Darüber wurde nicht abgestimmt. Herr Giscard, bekannt für seinen autokratischen Stil in den 16 Monaten stürmischer Debatten, setzte sich über die Parlamentsmitglieder, die Mitglieder des Europäischen Parlaments und die nationalen Gesandten hinweg und setzte seine eigene Einschätzung durch, wonach allgemeine Übereinstimmung bestünde. Wenige waren bereit, die Party zu stören und Faul zu rufen… Die Verfassung erteilt der EU einen vollwertigen ‘rechtlichen Status’ und führte dazu, dass EU-Gesetz Vorrang vor den Gesetzen der Mitgliedsstaaten hat. Sie verbietet es Westminster (britisches Parlament), Gesetzte bezüglich der meisten nationalen Angelegenheiten zu verabschieden – Landwirtschaft, Justiz, Energie, Sozialpolitik, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Verkehr, Umwelt und Bereiche im Gesundheitswesen -, es sei denn, Brüssel entscheidet sich, die Macht abzugeben.“19

„Wird die neue Verfassung angenommen, ist die EU nicht länger eine Organisation der Verträge, in der Mitgliedsstaaten zustimmen können, wenn sie Befugnisse in gewissen Bereichen an Brüssel abtreten wollen, um diese Befugnisse ggf. wieder einfordern zu können. Die EU ist hingegen selbst zu einem Hort von Macht geworden und kann eigenständig internationale Verträge unterzeichnen. Sie wird einen eigenen Präsidenten haben, einen eigenen Außenminister und eine eigenständige Außenpolitik; sie hat ein eigenes Parlament, einen Obersten Gerichtshof, eine Flagge, eine Hymne und eine eigene Währung. Sie wird ein souveräner Staat sein, faktisch ein föderaler Superstaat. Die Mitgliedsstaaten, deren Verfassungen sich dieser höheren Verfassung unterordnen müssen, werden ihre Souveränität einbüßen. Die neue Ordnung wird unumkehrbar sein. Herr Giscard machte deutlich, dass das nationale Veto in 50 Bereichen abgeschafft wird, einschließlich der Immigration und dem Asylrecht.“20

Unter den neuen Gesetzen der Verfassung wird es keiner Nation erlaubt sein, sich von der EU zu trennen, es sei denn, die Mitgliedsstaaten stimmen mit einer Zweidrittelmehrheit einer Trennung einer Nation von der EU zu.

Der gleiche Geist der Herrschaft

Die EU wird Handlungsfähigkeit „auf allen Gebieten der Außenpolitik haben, und sie wird eine gemeinsame Verteidigungspolitik gestalten;“ allerdings müssen wichtige Entscheidungen einstimmig beschlossen werden. Der Europäische Gerichtshof, dem große Befugnisse eingeräumt werden, wird gewährleisten, dass die Mitgliedstaaten „die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU aktiv und uneingeschränkt unterstützen werden.“ Artikel 8 des Entwurfs der Verfassung, der auch „eine Verpflichtung der Mitgliedstaaten zur Zusammenarbeit mit der Union“ beinhaltet, bestätigt die Vorrangstellung von EU-Gesetzen über die Gesetze der Mitgliedstaaten.21 Ein EU-Staatsanwalt wird Verbrechen „über die Grenzen hinweg“ strafrechtlich verfolgen können, ein schwammiger Begriff, der es Brüssel erlauben wird, die Rechtshoheit über die gesamte EU zu übernehmen. Die Verfassung verfügt über kein echtes demokratisches Fundament und ist eindeutig darauf ausgerichtet, die Machtstruktur der EU zugunsten einer europäischen Elite zu stärken. Zweifelsohne besteht die Absicht, dies mit einem Minimum an demokratischen Überprüfungsprozeduren durchzusetzen.

Dieser Geist der absoluten Autokratie, der in der EU vorherrscht, kommt in erschreckendem Maße dem Geist nahe, der im Vatikan herrscht,  „Der Papst kann von niemandem vor Gericht gezogen werden.“22 In der ganzen Geschichte war die Devise Roms immer: „Keine Rechenschaft.“ Die vatikanischen Gesetze lauten:

„Es ist das alleinige Recht des römischen Pontifex gemäß can. 1401:1 (kanonisches Recht), eine Kirchenstrafe über höchste Träger eines zivilen Amtes zu verhängen.“23 Der gleiche Geist des Despotismus in beiden Institutionen sollte unbedingt aufhorchen lassen.

Die Preisgabe von 1000 Jahre Geschichte

Der Vertrag, der die neue Verfassung regelt und über den auf der Konferenz der Regierungen 2004 abgestimmt werden mußte, war weitreichender als alle anderen Verträge zuvor. Derek Heathcote-Amory, der Vertreter der  konservativen Partei des Verfassungskonvents (auch: Europäischer Konvent, von 1999-2000 von Roman Herzog geleitet. 2002-2003 wurde der maßgebliche Entwurf für eine europäische Verfassung erarbeitet) hat ihn zu Recht als „umfassender als die Verträge von Maastricht, Amsterdam und Nizza zusammen“ bezeichnet. Die Folgen eines solch enormen Wandels, „die Preisgabe von 1000 Jahre Geschichte“, sind von der Mehrheit der Briten noch nicht erkannt worden. Stück für Stück, Vertrag für Vertrag, zunächst die EWG, dann die EG, dann die EU; die Menschen haben sich an Europa gewöhnt und interessieren sich nicht mehr dafür; sie hören so viele beunruhigende Geschichten über Brüssel, vermeintliche Gefahren für die Unabhängigkeit und Souveränität und die Euroskeptiker, die „falschen Alarm“ auslösen wollen. Dies geht schon so lange, wie sie denken können – und schließlich verfügt Großbritannien über die viertgrößte Wirtschaft in der Welt, und im Großen und Ganzen haben sie Wohlstand erfahren, und jetzt plötzlich soll dies in Gefahr geraten! Das Problem ist, dass die Gefahr bereits vor der Tür lauert.

Viele, die Großbritanniens Unabhängigkeit schätzen, und die nicht aufgeben wollen, wofür sie in zwei Weltkriegen gekämpft haben, sind sich dessen bewusst. Wenn die EU-Verfassung vom britischen Parlament ratifiziert werden wird, wäre es das erste Mal, dass sich Großbritannien einer geschriebenen Verfassung unterordnet. Wie kann Großbritannien eine solche Verfassung akzeptieren, nachdem das Land nie zuvor etwas Derartiges getan hat? Die Antwort scheint eindeutig. Die Menschen müssen dem zustimmen. Wenn indes die Labour Party sich durchsetzt, dann wird es kein Referendum geben. Tony Blair, von dem man sagt, er strebe den Topjob als Präsident der „Vereinigten Staaten von Europa“ an, hat sich entschieden gegen ein Referendum ausgesprochen. Er will es nicht, weil er weiß, dass er es nicht gewinnen kann. Ferner würde eine Kampagne im Vorfeld eines Referendums die Menschen darüber informieren, welche Vorschläge im Raum stehen und enthüllen, was bisher bereits geschehen ist. Der Premierminister versprach, ein Referendum über eine Einheitswährung zuzulassen, bevor er 1997 sein Amt antrat, aber bis heute zögerte er, es durchführen zu lassen, da „die Bedingungen noch nicht angemessen sind“ – was wiederum heißt, dass er es verloren hätte.

Die Machtsymbole der EU

Der Hauptsitz des EU-Parlaments befindet sich im französischen Straßburg. Diese Stadt ist ein Symbol für die deutsch-französische Integration, die dem Heiligen Römischen Reich unter Karl dem Großen zugrunde lag. Im Dezember 2000 eröffnete die EU ihr neues Parlamentsgebäude. Als Vorlage für das Gebäude diente das berühmte Bild Turmbau zu Babel des holländischen Künstlers Pieter Brueghel. Brueghels Bild zeigt einen Turm, der noch nicht fertig gestellt ist, und die Architektur des neuen EU-Gebäudes gleicht diesem Bild. Vor dem Parlamentsgebäude befindet sich eine Statue der weiblichen Gottheit Europa, die einen Stier reitet. Innerhalb der Kuppel sieht man das riesige Bild einer Frau, die auf einem Tier reitet. Die Frau, die auf einem Tier reitet, erscheint auch in der Prägung einiger 2Euromünzen.

Das gleiche Bild erschien auf EU-Briefmarken sowie auf den Briefmarken, die 1984 herausgegeben wurden, um an die zweiten Wahlen für das Europäische Parlament zu erinnern. Die bewusste Verwendung solcher Symbole durch die EU erweckt den Eindruck, dass Europa sich im Streben nach Herrschaft aller Mittel bedienen wird, um diesen Wunsch zu erfüllen. In der Heiligen Schrift erscheint ein Weib, das auf einem Tier reitet, in Offenbarung 17. Für Bibelgläubige gilt die Kirche Roms seit langem als dieses Weib. Diese Interpretation biblischer Prophetie trug viel dazu bei, die Reformation voranzutreiben. Nur das päpstliche Rom ist auf sieben Hügeln gebaut, einem religiösen System, dessen Prälaten „in Purpur und Scharlach gekleidet“ sind, ein ziviler Staat, mit dem „die Könige der Erde Unzucht getrieben haben“; die Geschichte beweist, dass seine Hände vom Blut der bibelgläubigen Christen trieft, „berauscht vom Blut der Heiligen und der Märtyrer Jesu.“ Das päpstliche Rom ist die einzige religiöse Institution der Welt, das sich selbst und die Jungfrau Maria als „Mutter“ (Mutter-Kirche, Mutter Gottes) bezeichnet.

Die Geschichte offenbart, was sich derzeit ereignet

Ein kurzer Abriss der europäischen Geschichte verdeutlicht die Identifikation des Papsttums mit dem Weib aus Offenbarung 17. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches im 5. Jahrhundert n. Chr. versuchte das Papsttum, die gleiche Herrschaft wie die Cäsaren zu errichten (tatsächlich verwendeten die Päpste die gleiche Bezeichnung – Pontifex Maximus). Dies erreichten sie, indem sie die weltliche und kirchliche Rechtssprechung zusammenführten und für sich in einer gotteslästerlichen Weise das Amt des „Stellvertreters Christi“ beanspruchten. In dieser anmaßenden Rolle konnte das Papsttum im Lauf der Jahrhunderte die Könige Europas unterwerfen und sie zu ihren Mitherrschern degradieren.24 So wuchs die Macht der „Mutter-Kirche“ Jahrhundert für Jahrhundert, indem sie die zivile Herrschaft an sich riss. Unter dem Deckmantel der Religion errichtete sie ihr eigenes hierarchisches Herrschaftssystem und forderte enorme finanzielle Summen von jedem Königreich in Europa. In diesen dunklen Zeiten war es die Methode der Kirche, die weltlichen und heiligen Dinge miteinander zu vermischen, und nahezu niemandem gelang es, ihr zu widerstehen. Leider ist dies bis heute so geblieben, und es wird erneut so werden, sobald sich die Macht und die Kontrolle in den „Vereinigten Staaten von Europa“ konsolidiert. „Semper eadem“, Rom verändert sich nie.

Die ständige Vermischung politischer und klerikaler Macht spiegelt sich in Gottes Wort gewiss nirgends besser wider als in Offenbarung 17. Der Apostel Johannes sah das Tier mit den zehn Hörnern, was das Römische Reich repräsentiert, auf dem eine Frau reitet, in Purpur und Scharlach gekleidet und geschmückt mit Gold und Edelsteinen und Perlen. Sie ist eine Hure, und die Mutter aller Huren und Abscheulichkeiten, die Mätresse der Könige, die erbarmungslose Verfolgerin, die berauscht ist vom Blut der Heiligen und Märtyrer Christi Jesu. Der Engel teilte Johannes mit: „Diese sieben Häupter sind sieben Berge, auf denen das Weib sitzt.“ Um diese Tatsache näher zu erklären und um Ungewissheiten zu vermeiden, fährt er fort: „Das Weib, das du gesehen hast, ist die große Stadt, die über die Könige der Erde herrscht“ (V.7). Bei dieser Stadt handelt es sich eindeutig um Rom. Der Name auf der Stirn des Weibes ist „Geheimnis”. Die Stadt kann nicht das heidnische Rom sein, weil es sich hierbei um kein Geheimnis handelt. Anders als das heidnische Rom war das päpstliche Rom geheimnisvoll und wirkt weiterhin in einer verführerischen Weise. Babylon stellt in der Offenbarung eine Stadt und eine Hure dar. Jerusalem ist im gleichen Buch eine Stadt und eine Braut. Babylon ist die verführerische Liebhaberin der irdischen Könige; Jerusalem ist die keusche Braut des Königs der Könige. Der Gegensatz besteht zwischen Kirche und Kirche, zwischen der treuen Kirche und der abgefallenen Kirche.

Die Flagge – ein weiteres geistliches Symbol der EU

Die Flagge der EU, blau mit 12 in einem Kreis angeordneten Sternen, stellt in der katholischen Tradition die 12 Sterne um den Kopf der Jungfrau Maria dar.25 Die 12 Sterne symbolisieren Vollkommenheit und Unveränderlichkeit. Die politischen Absichten hinter all diesen Symbolen werden rege diskutiert; die biblische Bedeutung hingegen ist ein Augenöffner.26 Gemäß einer Veröffentlichung der EU bezüglich der Wahl der Sterne (Europe’s Star Choice) heißt es: „Die Flagge wurde von der römischen Kirche entworfen, ihr Symbolismus kommt von der römischen Kirche und sie repräsentiert römisch-katholische Ideale.“ Das Bild des Sternenkreises wurde von den vielen Bildern der Jungfrau Maria inspiriert; eines der bekanntesten Bilder befindet sich im Europarat auf einem Kirchenfenster in der Straßburger Kathedrale.

Der „Binnenmarkt“, die „Sozialcharta“ und „Subsidiarität“ (sozial-ethisches Unterstützungsprojekt) der EU sind Inhalte der römisch-katholischen Soziallehre, die von Papst Pius XI. in den 1930er Jahren aufgestellt und vom Vatikan gestützten Dritten Reich Hitlers übernommen wurden. Walther Funk, Finanzminister der Nazis, bekannt als der Architekt für Hitlers „Neues Europa“, veröffentlichte im Jahre 1942 ein Kompendium von Schriften, die detaillierte Pläne für ein Europa enthielten, das dem jetzt entstehenden Europa in vielem gleicht. Funks Schriften sprachen von einer „Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft“, „einer gemeinsamen europäischen Währung“, „der Harmonisierung des europäischen Wechselkurses“, einer gemeinsamen Beschäftigungspolitik und einer Politik der europäischen Regionalordnung. Letzteres trägt heute den Namen Regionalisierungspolitik Europas – England soll durch sieben Regionen ersetzt werden, ergänzt durch Schottland, Wales und Nordirland wird es zusammen 10 Regionen geben. Dies soll an die Stelle von Großbritannien treten!

Das Dritte Reich gefolgt von der EU

Das Dritte Reich, wie die EU, war ein Versuch, das Römische Reich wiederzubeleben. Die verborgene Strategie des Vatikan und die Ruhigstellung der katholischen Zentrumspartei brachten Hitler an die Macht. Reichskanzler Franz von Papen und der päpstliche Nuntius, Monsignor Pacelli, der spätere Papst Pius XII., spielten hierbei eine entscheidende Rolle. Von Papen ging in die Geschichte als der Mann ein, der Hitler eine Zweidrittelmehrheit verschaffte und das Dokument unterschrieb, das ihn zum Staatsoberhaupt machte; er war auch verantwortlich für das Zustandekommen des Konkordats mit der römischen Kirche im Jahre 1933. Er machte die Aussage: „Das Dritte Reich ist die vorherrschende Macht in der Welt, welche die erhabenen Prinzipien des Papsttums umsetzt.“27 Es ist unfassbar, dass er beim Nürnberger Prozess freigesprochen wurde, obgleich er für Nazi-Gräuel verantwortlich war; später wurde er Geheimer Kammerdiener (1959) für Papst Johannes XXIII. Pacelli sollte als Papst Pius XII. für sein notorisches Schweigen zum Holocaust und zu anderen schweren Verbrechen der europäischen Faschisten bekannt werden. Der Versuch des Vatikans, ihn heilig zu sprechen, erwies sich als äußerst kontrovers.

Die Führungsriege der Nazis war fast durchweg römisch-katholisch. Hitler und Himmler waren stark von den Jesuiten beeinflusst, ebenso wie Mussolini, dessen Vater ein bekennender Jesuit war. Hitler sagte zu Himmler: „In Himmler sehe ich Igantius von Loyola (der Gründer des Jesuitenordens).“28 Joseph Goebbels war ebenfalls auf einer Jesuitenschule erzogen worden, ebenso wie Walter Schellenberg, der den Sicherheitsdienst (SD) leitete, den Geheimdienst der SS; vor seiner Verurteilung zum Tode wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit sagte Schellenberg: „Die SS als Organisation wurde von Himmler nach dem

Vorbild des Jesuitenordens gegründet. Ihre Ordnungen und die geistlichen Übungen, die von Ignatius von Loyola niedergeschrieben wurden, dienten als Modell, das Himmler getreu kopieren wollte.“29

Die Lektion und die Warnung der Geschichte ist, dass ein undemokratisches Regime, das sich dem Papst verpflichtet oder die „erhabenen Prinzipien des Papsttums“ umsetzt, eine Gefahr für die Freiheit des Individuums darstellt und religiöse Verfolgung nach sich zieht. Die Inquisition beispielsweise war gang und gäbe im Balkan der 1940er Jahre. „Bekehrung oder Tod“ war die Wahl, vor die 900.000 orthodoxe Serben im neu gebildeten Kroatien gestellt wurden, das von der Nazi-Marionette Anton Pavelich und dem römisch-katholischen Primat, Erzbischof Alois Stepinac, regiert wurde. 200.000 Serben „bekehrten“ sich, und die 700.000 Serben, die sich entschlossen zu sterben, wurden gefoltert, erschossen, lebendig verbrannt oder vergraben. Diese schreckliche Verfolgung wurde in der Hauptsache von ustasischen Priestern und Mönchen ausgeführt „für den Triumph Christi und Kroatiens“; viele der schlimmsten Kriegsverbrechen wurden auf diese Weise ausgeübt. Die Verstümmelungen waren entsetzlich, die Massaker furchtbar.30

Wenige Menschen wissen, was sich im Zweiten Weltkrieg in Kroatien ereignete: die Nachrichten darüber wurden einfach unterdrückt. Auch wissen die wenigsten Menschen, was sich in den 1990er Jahren im Balkan abspielte. Die Wiederherstellung Kroatiens zu einem unabhängigen Staat, während Jugoslawien zerfiel, ist aufschlussreich. Die EU, unter Führung der Bundesrepublik Deutschland, ignorierte den Protest Großbritanniens und vieler anderer Nationen, die darauf drängten, dass Kroatien als unabhängiger Staat anerkannt werden sollte. Der Vatikan erkannte als erster Kroatien als neuenStaat an. Der Historiker Andrew Roberts brachte seine Überraschung zum Ausdruck, als er im September 1991 im Sunday Telegraph schrieb:

„Nahezu alle westlichen Medien haben sich entschieden, für Kroatien Partei zu ergreifen… wie kann man von den Serben erwarten, dass sie die Symbole der Ustascha auf den kroatischen Flaggen anerkennen müssen? In der Krajina braucht es mehr Geduld als bei den heutigen Reportern der CNN, wenn es darum geht, das Massaker an Serben durch franziskanische Mönche im kroatischen Bosnien zu vergessen. Orthodoxen Serben hatte man Schutz versprochen für den Fall, dass sie sich zum Katholizismus bekehrten, um sie dann unter den Augen der Priester umzubringen, nachdem sie die Kirchen betraten.“31

Wenn wir die Geschichte des römischen Katholizismus kennen, überrascht uns das nicht. „Von der Geburtsstunde des Papsttums im Jahre 600 bis in die heutige Zeit sind nach vorsichtigen Schätzungen von fundierten Historikern mehr als 50 Millionen Menschen Opfer von Massakern geworden, weil sie von den Verfolgern des Papstes der Irrlehre bezichtigt wurden; diese Zahl entspricht durchschnittlich 40.000 religiösen Morden jährlich, seit das Papsttum existiert.“32 Die Heilige Schrift spricht prophetisch von der Machtgier und Blutrünstigkeit der römischen Kirche; die Geschichte hat viele dieser grausamen Details aufgezeichnet.

Das Papsttum hat die gesamte Geschichte Europas dominiert. Es hat seine Spuren in den meisten großen Nationen hinterlassen. Das Papsttum hat sich in der Vergangenheit stets als Herrscher über Könige und Fürsten erwiesen. Die gesamte Geschichte der westlichen Welt der letzten vierzehn Jahrhunderte war gekennzeichnet von den Intrigen und Machenschaften der römischen Kirche, die unaufhörlich ihre globalen Ziele verfolgte. Der Historiker J. A. Wiley erläutert:

„Was den Einfluss des Papsttums auf Regierungen angeht, ist es leicht aufzuzeigen, dass das Papsttum dreizehn Jahrhunderte lang die Errichtung eines repräsentativen und konstitutionellen Staatswesens verhinderte. Aberglaube ist die Mutter des Despotismus; Christentum ist der Vater der Freiheit. Nichts ist wahrer als diese Aussage, wie die Geschichte der Vergangenheit der Welt überzeugend darlegt. Erst durch das Christentum konnten sich die demokratischen Elemente in der Welt entfalten… Die Herrschaft des Papstes steht in völligem Widerspruch zu einer konstitutionellen Regierung: sie zentralisiert alle Macht in einer Person; sie beruft sich dabei auf göttliches Recht; und daher ist sie im Wesentlichen stets im Widerstreit mit den Vorstellungen einer rechtsstaatlichen Verfassung. Ihre lange Vorherrschaft in Europa war ein großes Hindernis für den Fortschritt der Gesellschaft und für die Errichtung einer verfassungsmäßigen (rechtsstaatlichen) Regierung in der Welt.“33

Unsere Hoffnung und unser Gebet für Europa

Erneut sind wir an einen entscheidenden Punkt in der Geschichte angelangt. Einmal mehr ist der Vatikan bestrebt, Europa sein Gepräge zu geben und seine Rituale aufzuzwingen, um seine wohlbekannten Ziele durchzusetzen. Der Vatikan tut dies auf verschiedene Weise und auf Geheiß von höchster Stelle innerhalb des Vatikan. Erstens, er wirkt direkt durch seine zivilen Vertreter in jeder Nation Europas. Nach dem Katholischen Almanach „erteilt der römische Pontifex seinen päpstlichen Gesandten die Aufgabe, ihn in vorgegebener Weise in den verschiedenen Nationen oder Regionen der Welt zu vertreten.“34 Zweitens, die römische Kirche wirkt auch durch ihre vielen legalen Konkordate direkt und legal auf die einzelnen Nationen ein. Weniger direkt macht sie ihren Einfluss auf die meisten Regierungsinstitutionen Europas durch ihre katholische Repräsentanz geltend. Dieser Einfluss, insbesondere auf dem Gebiet der Finanzen und der Wirtschaft, ist in ihrem Almanach unter dem Titel „Regierungsorganisationen“ nachzulesen. Zu den Regierungsorganisationen zählen die UNO, der Europäische Rat, die Organisation Amerikanischer Staaten, die International Organisation for the Unification of Private Law (unabhängige internationale Organisation zur Vereinheitlichung des Privatrechts, 1926 im Rahmen des Völkerbundes gegründete Organisation mit Sitz in Rom) und der International Grains Council (IGC, Organisation für Getreidehandel der Welt) sowie weitere Organisationen. Rom hat seine Beobachter und Delegierten in allen diesen aufgelisteten Organisationen.35 Letztlich, sie wirkt durch ihre eigenen Mitglieder in Europa, die sich in erster Linie der römisch-katholischen Kirche verpflichtet fühlen. Viele ihrer Mitglieder haben Zugang zu entscheidenden Positionen in ihren Nationen. Als römisch-katholische Gläubige werden sie durch den Vatikan dazu ermutigt, sowohl ihren Einfluss als auch ihre Position einzusetzen, um die jeweilige Nation mit der päpstlichen Politik in allen Punkten auf Linie zu bringen.

Wir müssen dafür beten, dass Europa nicht in den Zustand zurückfällt, in dem es sich im Mittelalter befand, geistlich und politisch. Der römische Katholizismus, obgleich äußerlich und politisch erstarkt, ist innerlich und geistlich schwach. Durch Gesetze und Zeremonien werden Bischöfe, Priester und Laien dazu verpflichtet, ein System zu akzeptieren, das den Papst als den universellen „souveränen Vater“ betrachtet und dabei den wahren Vater und den Sohn Gottes zu leugnen. Die Tradition, die Geschichte und die Krisen der römischen Kirche machen deutlich, dass es sich um eine Institution handelt ohne das Evangelium der Gnade in Christus, eine Institution, die in der Finsternis und im Schatten des Todes wandelt.

Im Gegensatz hierzu mag der wahre christliche Glauben als klein und schwach erscheinen; aber im Grunde ist er innerlich die größte Macht auf Erden. Diese Macht des wahren Glaubens befreite in der Zeit der Reformation nahezu ganz Europa. Es ist die Kraft, die in Christus Jesus, dem Herrn, wohnt und mit Ihm untrennbar verbunden ist.  Mit den Worten des Apostels Petrus: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit zu einer lebendigen Hoffnung wiedergeboren hat durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“36 Der Grund für unsere Zuversicht ist unser Verhältnis zum auferstandenen Retter, dem Herrn Jesus Christus. Er ist Herr, der universelle König und Herrscher, der Priester und Erlöser. Christus Jesus, unser Herr, ist ein Prophet, gesalbt mit dem Heiligen Geist und ausgerüstet mit allen Gaben, die notwendig sind zur Unterweisung, Zurechtbringung, Führung und Errettung seines Volkes durch das geschriebene Wort, die Heilige Schrift. Er und Sein Evangelium der Gnade sind unsere Hoffnung für die Zukunft Europas. Unser Erbe ist im Himmel, auf Erden jedoch „werden wir bewahrt durch Gottes Kraft und durch Glauben…37

Wir erinnern uns daran, dass die größte Macht Gottes sich oftmals in Zeiten des größten Niedergangs erwiesen hat, wie in jener Zeit, als es zu den Erweckungen des 18. Jahrhunderts kam oder während der Reformation selbst. „Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein großes Licht: die im Land der Finsternis wohnen, Licht leuchtet über ihnen.“38 Gott in seiner Souveränität und in seinem göttlichen Zeitplan kann ein Volk zur Bibel leiten – zur Wahrheit der Errettung durch Gnade allein, durch Glauben allein, in Christus allein. So es Ihm gefällt, kann Er mit einem Wort der Gnade und durch einen Akt seiner Macht Europa erneuern und seine Feinde zum Schemel seiner Füße machen. Wir beten, dass Er den Glauben der Reformatoren in uns weckt und den Glauben all derer, die in der Geschichte Europas bereit waren, ihr Leben für die Wahrheit der Bibel zu lassen. Für die EU beten wir die Worte des Propheten unseres Herrn: „Bring uns zurück, Herr, zu Dir, dass wir umkehren; erneuere unsere Tag, dass sie werden wie früher.“39 Gott kann seinen Geist senden, wie es Ihm gefällt. Er tat es zur Zeit der Reformation; wir beten, dass Er es heute wieder tut! Wir erinnern uns an die Worte von John Owen, als er an einem Wendepunkt der Geschichte stand. Er sprach von seiner eigenen Nation, England, in einer Zeit der sozialen Desintegration, in der er sich nach Erweckung sehnte. Wir brauchen heute diesen gleichen Glauben und die Zuversicht für Großbritannien und für die Zukunft der EU:

„Wann Gott dies tun wird, weiß ich nicht: Aber ich glaube, Gott kann es tun: Er ist fähig, es zu wirken – fähig, alle seine Gemeinden zu erneuern, indem er den Heiligen Geist sendet, dessen Fülle bei Ihm ist, um sie zur bestimmten Zeit zu erquicken. Und mehr noch, ich glaube wirklich, dass Gott die Macht und die Herrlichkeit des Glaubens unter uns, in dieser Nation, erneuern wird, wenn Er sein Ziel mit uns erreicht hat und die Herrlichkeit nicht mehr vom Fleisch getrübt wird.“40

Wache und bete; stoße in das Horn in Zion

Die römische Kirche ist einer der wichtigsten Drahtzieher für den sich „einschleichenden Totalitarismus“ der Neuen Weltordnung. Ihr Einfluss auf die EU ist ein entscheidender Teil einer globalen Strategie. Wir müssen wachen und beten, wenn das „Vierte Reich“ dem Embryonalstadium entwächst. Von den Wächtern in früheren Zeiten erwartete man, dass sie Diebe und Störenfriede fernhielten. Wir alle sind gerufen, Wächter zu sein, „zu beten und zu wachen.“ Es ist zu einer bedauerlichen Apathie gekommen, die das Haus Gottes befallen hat, zu einer Gleichgültigkeit, was unsere althergebrachten Freiheiten und unsere protestantische Identität angeht, die uns von der EU und der römischen Kirche unterscheiden. Als Wächter des Herrn müssen wir uns heute vor falschen Lehrern und einer falschen Religion hüten. Wir müssen Abläufe und Aussagen beachten und prüfen, damit es niemandem gelingt, Abfall und Tyrannei, statt des Evangeliums zu bringen. Unsere Aufgabe vor Gott ist es, die Trompete erschallen zu lassen: „Blast das Horn auf Zion… beben sollen alle Bewohner des Landes! Denn es kommt der Tag des Herrn, ja er ist nahe.“41 Heute, noch viel mehr als in früheren Tagen, gilt es, den Geboten des Herrn zu gehorchen: „Menschensohn, ich habe Dich für das Haus Israel zum Wächter gegeben. Und hörst Du ein Wort aus meinem Mund, so sollst Du sie von mir verwarnen!42 Wenn wir standhaft bleiben, beten wir in der Erwartung, dass Gott in Europa wirkt: „Aber die auf den Herrn hoffen, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.43 Die Freiheit, an der wir uns erfreuen, kommt von Jesus Christus, unserem Herrn. Durch seine Treue und sein vollkommenes Opfer hat er die Forderungen des Gesetzes eines allheiligen Gottes erfüllt. Er, der Sohn Gottes, ist es, der uns frei gemacht hat. „Wen der Sohn Gottes frei macht, der ist wirklich frei.

Es gibt eine wahre Einheit aller echten Gläubigen in der ganzen Welt. Es gibt nur einen Glauben. Alle wahren Gläubigen werden durch den gleichen Heiligen Geist in die Buße geleitet und empfangen das gleiche Werk der Gnade, damit sie in dem Geliebten sind. In Christus Jesus sind wir eins im Geist, und wir sind gerufen, fest in dieser Freiheit zu stehen und fest auf Seiner Wahrheit zu stehen. „Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht. Steht nun fest und lasst euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten.44

Anmerkungen

Richard Bennett WebPage: http://bereanbeacon.ovh

WebPage for Michael de Semlyen: http:// www.reformationfaith.com


  1. Inside the Vatican: The Politics and Organization of the Catholic Church, by Thomas J. Reese, Harvard University Press, 1996, 4
  2. Bible League Quarterly (20 Thistlebarrow Road, Salisbury SP1 3RT, England) Oct-Dec 1981
  3. Date: 2003-08-31 Code: ZE03083104 http://www.zenit.org/english/ 9/3/03
  4. DOMINUS IESUS September 5th 2000 Para 4 www.vatican.va/roman_curia/congregations/ cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20000806_dominus-iesus_en.html
  5. , Para. 17
  6. , Para. 17
  7. Henry Denzinger, The Sources of Catholic Dogma, Tr. by Roy J Deferrari from Enchiridion Symbolorum, 13th ed (B. Herder Book Co., 1957), #469.
  8. Sunday Telegraph, July 21st 1991 9 Eccelsia in Europa, Para. 116
  9. www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_exhortations/documents/hf_jpii_ exh_20030628_ecclesia-in-europa_en.html 9/23/03
  10. Ibid, Para. 20, 7/15/03 Bolding in any quotation indicates emphasis added in this paper unless otherwise noted.
  11. DOMINUS IESUS, Para. 16
  12. , Para 17
  13. Adrian Hilton, “Render unto the Pope”, The Spectator, 30 August, 2003, http://www.spectator.co.uk/article.php3?table=old&section=current&issue=2003-11- 15&id=3450&searchText= 11/17/2003
  14. Catechism of the Catholic Church (Liguori, MO: Liguori Publications, 1994) Para. 1129
  15. Vid Treaty of Rome, Articles 164-188
  16. The Northwest Technocrat, 1962
  17. Sunday Telegraph, 25 August 1991
  18. See Frederick Forsyth “The Abolition of Habeas Corpus” and Lord Stoddart on Corpus Juris, www.bullen.demon.co.uk 11/18/03
  19. Ambrose Evans-Prtichard, “Few willing to spoil the party for Giscard” in www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2003/06/14/weu14.xml 6/17/03
  20. Ambrose Evans-Pritchard worldwatchdaily.org/index.cfm/ fuseaction/home.sa/a/9699 7/7/03 See also Noel Malcolm Daily Telegraph 28/7/03 ‘A Federal Constitution with the Heart of a Manifesto’ http://www.telegraph.co.uk/opinion/main.jhtml?xml=%2Fopinion%2F2003%2F07%2F28%2Fdo2801.x ml 11/17/03
  21. euroscep.dircon.co.uk/corpus4.htm 11/18/03
  22. Code of Canon Law, Latin-English ed., New English Tr. (Wash. DC: Canon Law Society of America, 1983) Can. 1404 All canons are taken from this source unless otherwise stated.
  23. Canon 1405, Sec.1 Can. 1401:1 states, “By proper and exclusive right the Church adjudicates: 1. cases which regard spiritual matters or those connected to spiritual matters.”
  24. For fuller treatment, see J. A. Wylie, The History of Protestantism (Rapidan, VA 22733: Hartland Publications, 2002) Orig. publ. 1878. Four vols, particularly Vol. I, Ch. 3 “Development of the Papacy from the Time of Constantine to Hildebrand”.
  25. For further detail, see Adrian Hilton, The Principality and Power of Europe: Britain and the emerging Holy European Empire (Box 67, Ricksmanworth, Herts WD3 5SJ, U.K.: Dorchester House, 2000) p. 55.
  26. Documentation on these EU symbols are found on the following WebPages: www.pointsoftruth.com/beastarises.html 7/7/03; http://fp.thebeers.f9.co.uk/europe.htm 7/7/03; http://groups.yahoo.com/group/PatriotSaints/message/2707/7/03; www.ianpaisley.org/article.asp?ArtKey=eu4 7/7/03
  27. Robert d’Harcourt, “Franz von Papen l’homme a` tout faire” (L’Aube, 3 Oct. 1946) in The Vatican Against Europe by Edmond Paris, Tr. from French by A. Robson, First English Ed 1961 (184 Fleet Street, London, EC4: The Wickliffe Press, 1961) p. 271.
  28. Libres Propos, Flammarion, Paris 1952
  29. Edmond Paris, The Vatican Against Europe (London: Wycliffe Press, 1961)
  30. The Vatican’s Holocaust (Springfield, MO: Ozark Books, 1986)
  31. Sunday Telegraph, 15 September 1991
  32. “No computation can reach the numbers who have been put to death, in different ways, on account of their maintaining the profession of the Gospel, and opposing the corruptions of the Church of Rome. A MILLION poor Waldenses perished in France; NINE HUNDRED THOUSAND orthodox Christians were slain in less than thirty years after the institution of the order of the Jesuits. The Duke of Alva boasted of having put to death in the Netherlands, THIRTY-SIX THOUSAND by the hand of the common executioner during the space of a few years. The Inquisition destroyed, by various tortures, ONE HUNDRED AND FIFTY THOUSAND within thirty years. These are a few specimens, and but a few, of those which history has recorded; but the total amount will never be known till the earth shall disclose her blood, and no more cover her slain” John Dowling, History of Rome in Scott’s Church History, Book 8
  33. A. Wylie, The Papacy, Book III. Chapter III, “Influence of Popery on Government” www.wayoflife.org/papacy/03-03.htm 9/25/03
  34. Our Sunday Visitor’s Catholic Almanac 1998 (Huntington, IN: Our Sunday Visitor, Inc., 1997) p.168
  35. The Catholic Almanac 1998, p171
  36. I Peter 1:3
  37. I Peter 1:5
  38. Isaiah 9:1
  39. Lamentations 5:21
  40. John Owen, The Works of John Owen (Johnstone & Hunter, 1850-53; Reprinted by The Banner of Truth Trust, Edinburgh EH12 6EL, 1976) Vol. 9, p 514
  41. Joel 2:1
  42. Ezekiel 3:17
  43. Isaiah 40:31
  44. Galatians 5:1