Sind Katholiken Christen?

Lieber Freund,

Beim Zweiten Vatikanischen Konzil Mitte der 1960er Jahre kündigte die Katholische Kirche ihre neue Politik, bibelgläubige Christen zu erreichen, offiziell an.  Bibelgläubige Christen wurden als “getrennte Brüder” und folglich offensichtlich nicht länger als “Häretiker” bezeichnet.  Die Strategie des Vatikans bestand darin, evangelikale Kirchen zu infiltrieren, um sie katholischen Lehren und Praktiken konform zu machen.  Dieses Vorgehen hatte sich bereits bei der Anglikanischen Kirche Englands bewährt mit Hilfe der Oxford Bewegung, die von John Henry Newman im 19.  Jahrhundert gegründet worden war.

Eine ähnliche Agenda wird in den USA durch “Evangelicals and Catholics Together” (ECT) verfolgt.  Diese sorgfältig geplante Initiative entstand aus einem 1994 von Charles Colson und Richard John Neuhaus gemeinsam verfassten Artikel, der später als ECT bekannt wurde.  Das Ziel von ECT ist es, Katholiken als Christen anzuerkennen – eine Anerkennung, die Evangelikale über Jahrhunderte zurückgewiesen haben.  Heute, etwa 45 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil und unterstützt durch den Einfluss der charismatischen Erneuerungsbewegung, die sich unter den Denominationen ebenso ausbreitete wie die vielen modernen ökumenischen Bibelübersetzungen, bringt die katholische Agenda zweifelsohne

Frucht, indem sie die christlichen Gemeinden und Kirchen eint und ihre Lehren verfälscht.

Aus diesem Grunde vertrauen wir Gott, unserem Herrn, dass wir mit diesem Artikel, in dem wir das Falsche dem Wahren gegenüberstellen, eine prägnante und klare Position aufzeigen und zugleich den Herrn Jesus Christus ehren.

Wir legen sowohl die christlich-biblische Position als auch die traditionelle römischkatholische Position dar und nehmen Bezug auf die nicht verhandelbaren Fundamente biblischen Glaubens; ferner wollen wir Christen, die in ökumenischen Irrtümern und Kompromissen verstrickt sind, wachrütteln und ihr Unterscheidungsvermögen fördern.

In Christus Jesus und in Seinem Evangelium der Gnade,

Richard Bennett

Die Katholische Kirche bezeichnet sich als christlich.  Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein; dennoch hat sich die Katholische Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil im Jahre 1965 selbst unter diesem Deckmantel präsentiert.  Das primäre, unwiderrufliche Ziel des Zweiten Vatikanischen Konzils bestand darin, das Fundament zu legen und die Regeln und Rahmenbedingungen für breite ökumenische Aktivitäten zu formulieren.  Evangelikale Brüder, die heute nicht mehr als “Häretiker” sondern als “getrennte Brüder” betrachtet werden,[1] sind das vordringlichste Ziel des ökumenischen Katholizismus.  Die Katholische Kirche will sie in die römisch-katholische Kirche einverleiben.[2]  So erscheint im Catechism of the Catholic Church aus dem Jahre 1994 das Wort „Christ” mehr als 100 Mal in den offiziellen Lehren.  Signalwörter wie „Dialog”, “Ökumenismus” und “soziale Gerechtigkeit” werden verwendet unter dem Deckmantel, das wahre Christentum fördern zu wollen, während die römisch-katholische Agenda vorangetrieben wird.

Zusagen an Evangelikale werden gemieden

Evangelikalen wird versichert, dass Katholiken, die an die Fleischwerdung, den Tod und die Auferstehung Christi glauben, wahre Christen sind, obgleich sie einige der “Vorgänge” in Bezug auf die Errettung missverstehen.  Solch ein Gedankengang verbietet sich aufgrund der Tatsache, dass der Katholizismus sich vom biblischen Glauben unterscheidet – nicht nur in nebensächlichen Fragen, sondern vor allem in Bezug auf das Heil des Menschen.

Der gefährlichste Aspekt der Lehre der Katholischen Kirche ist, dass das katholische Dogma scheinbar auf den großen, unverzichtbaren Wahrheiten von Gottes Offenbarung ruht.3  In Wirklichkeit jedoch liegt die aufschlussreiche Tatsache vor, dass die katholische Lehre grundsätzliche biblische Lehren negiert, indem sie den biblischen Wahrheiten ihre Lehren hinzufügt.  Zum Beispiel, während der Katholizismus die Anbetung der drei Personen der Trinität lehrt, fügt er die Anbetung der Jungfrau Maria hinzu, indem sie im Gebet als “Die Allerheiligste” angesprochen wird.  Die genauen Worte der offiziellen Lehre lauten:

„Wenn wir Maria bitten, für uns zu beten, bekennen wir uns als arme Sünder und wenden uns an die „Mutter der Barmherzigkeit“, an die ganz Heilige. Wir vertrauen uns ihr „jetzt“ an, im Heute unseres Lebens.”4 Die Katholische Kirche fordert ferner, dass Anbetung, die gemäß der Schrift ausschließlich dem einen wahren Gott aus drei Personen gebührt, auch dem “Sakrament” oder der “Eucharistie,” dem katholischen Abendmahl, dargebracht werden muss.  So erklärt die Kirche Roms offiziell:

“Es sollte bei niemanden ein Zweifel bestehen, dass alle ‚Gläubigen diesem allerheiligsten Sakrament die Anbetung darbringen sollten, die dem wahren Gott gebührt, wie es allezeit ein Brauch der Katholischen Kirche war.  Noch soll es [das Sakrament] geringere Anbetung empfangen, weil es von Christus zur Speise verordnet wurde.’”5

Diese beiden offiziellen Lehren der Kirche Roms zeigen, dass Anbetung, die Gott alleine gebührt, auch Maria und der Eucharistie dargebracht werden soll.  Darüber hinaus unterscheidet sich die grundlegende biblische Lehre der Erlösung des Menschen durch Jesus Christus von der Lehre des Papstes in Rom.  Die Schrift sagt, dass Sünder, tot in ihren Vergehungen und Sünden, “aus Gnade” durch Glauben und nicht aus sich selbst errettet eine akademische oder rein gedankliche Ebene, sondern strebt nach einer vollkommenen Gemeinschaft zwischen den christlichen Kirchen… er dient dazu, die Denkweise und das Verhalten im täglichen Leben dieser [nicht-katholischen] Gemeinschaften zu verändern. Auf diese Weise wird der Weg für die Einheit des Glaubens im Schoße einer sichtbaren Kirche vorbereitet: Schritt für Schritt werden die Hindernisse für vollkommene kirchliche Gemeinschaft überwunden, alle Christen werden sich vereinen in einer gemeinsamen Anbetung der Eucharistie in die Einheit der einen und einzigen Kirche, die Christus seiner Kirche von Anfang an verliehen hat. Diese Einheit, so glauben wir, wohnt der Katholischen Kirche inne, die sie niemals verlieren kann…”

  • Zum Beispiel, sie glaubt an die Existenz eines ewigen Gottes, Schöpfer des Universums, des Menschen und aller Dinge. Sie lehrte die biblische Lehre der Trinität. Sie lehrt, dass Adams Sünde jeden Menschen erreichte. Sie akzeptiert die Lehre, dass der Mensch durch Jesus Christus erlöst wird; sie lehrt, dass Christus Fleisch wurde und am Kreuz von Golgatha starb, von den Toten auferstand, in den Himmel auffuhr und wiederkommen wird.
  • Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 2677
  • Vatican Council II Documents, Eucharisticum Mysterium, Vol. I, Paragraph 3

werden; es ist eine Gabe Gottes, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.”[3]  Diese Schriftstelle zeigt, dass Gott den Sünder nur durch seine Gnade durch Glauben errettet.  Die Katholische Kirche jedoch besteht darauf, dass ihre Sakramente zum Heil notwendig sind und stellt folglich fest:

“Die Kirche sagt, daß die Sakramente des Neuen Bundes für die Gläubigen heilsnotwendig sind. Die „sakramentale Gnade“ ist die jedem Sakrament eigene, durch Christus gespendete Gnade des Heiligen Geistes.”[4]

Die Sakramente, die von der Katholischen Kirche als unerlässlich erklärt werden, verleugnen die biblische Lehre der Erlösung des Menschen.  Dies sind klare Beispiele, wie die Katholische Kirche grundlegende biblische Wahrheiten verneint, und folglich müssen alle offiziellen Lehren des Papstes zu den wichtigsten biblischen Wahrheiten sorgfältig untersucht werden.

Die Grundlage der Wahrheit

Der erste Gegenstand der Diskussion ist die Frage “Was ist die Grundlage der Wahrheit?” Mit anderen Worten, welchen Maßstab müssen wir anlegen, damit wir die Wahrheit erkennen können? Der absolute Maßstab, der vom Herrn Jesus Christus aufgestellt wurde, ist die Tatsache, dass “die Schrift nicht gebrochen werden kann.”[5]  Der, der sich seinen Jüngern als der “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben” gezeigt hat, verkündete auch die Wahrheit von Gottes Wort, indem er für sie betete, Heilige sie in der Wahrheit, dein Wort ist Wahrheit.”[6]  Aus diesen Schriftstellen geht hervor, dass Gottes Wort nicht nur die Wahrheit enthält, sondern dass es die Wahrheit selbst ist.  Für den Gläubigen ist die Heilige Schrift die Quelle für den Maßstab der Wahrheit.  Da alleine die Schrift inspiriert ist, ist sie die höchste Autorität, und nur sie ist letztlich Richter über alle menschliche Tradition und alles menschliche Denken.  Folglich ist das Gebot des Herrn: “Tue nichts zu seinen Worten hinzu, damit er dich nicht bestraft und du als Lügner dastehst!”[7]  Folglich, sein geschriebenes Wort ist die absolute Autorität des Herrn und allgenugsam für alles, was der Gläubige nötig hat.  Der Apostel Paulus bestätigte dies, als er schrieb.  “Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.”[8] Der Herr Jesus tadelte die Pharisäer, weil sie ihre menschliche Tradition auf die gleiche Ebene wie das geschriebene Wort Gottes stellten.  Auf diese Weise verfinsterten die Pharisäer das Verständnis der Menschen, indem sie sie verwirrten in Bezug auf Gottes Wort als alleinige Grundlage der Wahrheit.  Jesus sagte ihnen: “Und so hebt ihr mit eurer Überlieferung, die ihr weitergegeben habt, das Wort Gottes auf; und viele ähnliche Dinge tut ihr.”12

Trotz dieses unmissverständlich klaren Maßstabs für die Wahrheit stellt die Katholische Kirche ihren eigenen Maßstab für Wahrheit auf.  Sie beginnt ihre Argumentation mit folgenden Worten:

,,Die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift sind eng miteinander verbunden und haben aneinander Anteil.  Die Heilige Überlieferung aber gibt das Wort Gottes, das von Christus, dem Herrn,und vom Heiligen Geist den Aposteln anvertraut wurde, unversehrt an deren Nachfolger weiter.”[9]

Tatsache ist, dass keine Tradition in ihrer Gesamtheit das Wort Gottes überliefert.  Diese Aufgabe kommt alleine dem Heiligen Geist zu.  Erstens, in einem ausschließlichen Sinne, der Heilige Geist ist Autor der Schrift, wie der Apostel Petrus es sagt: “Vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.”[10]  Der Heilige Geist ist zu diesem Werk voll ausgerüstet, weil er der „Geist der Wahrheit” ist.[11]  Er verfügt über die vollkommene Erkenntnis über die Wahrheit, weil er Gott ist, eins mit dem Vater und dem Sohn.  Der Heilige Geist offenbart dem Gläubigen das geschriebene Wort.  Aus diesem Grund sagte der Herr Jesus Christus: “Er wird von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.”16  Folglich überliefert der Heilige Geist das Wort Gottes in seiner ganzen Fülle.

Da die Katholische Kirche ihre “Heilige Tradition” der Heiligen Schrift gleichstellt und verkündet, dass ihre Tradition in ihrer Gesamtheit das Wort Gottes überliefert, kommt sie zu der folgenden Schlussfolgerung:

“So ergibt sich, daß die Kirche“, der die Weitergabe und Auslegung der Offenbarung anvertraut ist, ,,ihre Gewißheit über alles Geoffenbarte nicht aus der Heiligen Schrift allein schöpft. Daher sind beide mit dem gleichen Gefühl der Dankbarkeit und der gleichen Ehrfurcht anzunehmen und zu verehren.”[12]

Diese Aussage ist die formale Leugnung der Allgenugsamkeit der Schrift und die Negierung ihrer alleinigen Autorität.  Für eine Kirche, die für sich den Anspruch erhebt, christlich zu sein, und ihrer Tradition die gleiche Bedeutung zumisst wie der Schrift, bedeutet dies, dass sie die Schrift völlig abwertet.  Sie gleicht einem Ehemann, der erklärt, dass er seine Frau liebt, aber gleichzeitig sagt, dass er die Frau von gegenüber in gleicher Weise liebt.  Solch eine Liebe wäre ehebrecherisch; die “gleiche Hingabe und Ehrfurcht” des päpstlichen Rom ist dem zu vergleichen.  Solch eine Erklärung kommt der Verwerfung der Schrift und Untreue gegenüber dem Gott der Schrift gleich.

Der Katholizismus hat jedoch einen Maßstab für Wahrheit, der als absolut zu gelten hat.  Es ist nicht die uneingeschränkte Autorität Gottes in seinem geschriebenen Wort; vielmehr ist es die Autorität eines Menschen, des Papstes von Rom.  Für Katholiken ist die höchste Autorität in den Entscheidungen und Dekreten des amtierenden Papstes zu finden.  Dies zeigt sich in der offiziellen Lehre der Katholischen Kirche, die besagt:

„Dieser Unfehlbarkeit … erfreut sich der Römische Bischof, das Haupt des Kollegiums der Bischöfe, kraft seines Amtes, wenn er als oberster Hirt und Lehrer aller Christgläubigen, der seine Brüder im Glauben stärkt, eine Lehre über den Glauben oder die Sitten in einem endgültigen Akt verkündet.“[13]

Folglich ist die Basis der Lehre der Katholischen Kirche im Grunde ihr Papst und was er als Wahrheit verkündet.  Mit anderen Worten, Wahrheit ist, was durch ein Dekret erlassen wird.  Die Absurdität dieses Anspruchs wird deutlich, wenn wir uns daran erinnern, dass verschiedene Päpste zu Irrlehrern erklärt und folglich von kirchlichen Konzilen verdammt worden waren.[14]

Errettung durch Gnade allein wider das sakramentale System der Katholischen Kirche

Es muss ein klares Verständnis davon vorhanden sein, dass das Heil durch Gottes Gnade allein empfangen wird.  Unerlöste Sünder, die alle „tot sind in ihren Übertretungen”,[15] können nur durch Gnade allein errettet werden, durch Glauben allein, in Christus allein, weil das Heil “die Gabe Gottes ist, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.”[16] Es ist Gott, der das Heil schenkt durch eine unverdiente, freie Gabe.  In totalem Widerspruch hierzu wird das Heil laut Katholischer Kirche empfangen durch “Gnade”, die lediglich eine “Hilfe” darstellt, die die Menschen zu einer Antwort bewegen soll.  So erklärt die Katholische Kirche offiziell:“Die Gnade ist die Hilfe die Gott uns gewahrt um unserer Berufung zu entsprechen seine Adoptivkinder zu werden. Sie führt uns in das Innerste des Lebens der Dreifaltigkeit ein.”[17]  Folgt man dieser Sichtweise, dann sind Menschen gut genug, auf die Hilfe zu reagieren, die Gott ihnen anbietet.  Laut Katholischer Kirche ist Gnade nicht eine Manifestation von Gottes souveränem Handeln bei der Errettung, sondern lediglich eine “Hilfe”, die Menschen angeboten wird, damit sie darauf antworten, sollten sie sich entschließen zu glauben.  Die katholische Lehre widerspricht der wahren Auffassung von Gnade.  Wie die Schrift sagt: “Wenn aber aus Gnade, so ist es nicht mehr um der Werke willen; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade.”23  Gottes souveränes Handeln steht auf dem Spiel und nicht eine ungewisse, menschliche Antwort.

Die katholische Vorstellung von “Gnade” leugnet Gottes Souveränität.  Aus diesem Grunde musste das Papsttum einen Mechanismus schaffen, durch den Katholiken bekennen können, dass sie Gnade empfangen haben.  Die wichtigsten Instrumente ihrer Erfindung sind die “Sakramente”.  Folglich erklärt die Katholische Kirche:

“Die Kirche sagt, daß die Sakramente des Neuen Bundes für die Gläubigen heilsnotwendig sind. Die ‚sakramentale‘ Gnade ist die jedem Sakrament eigene, durch Christus gespendete Gnade des Heiligen Geistes.”[18]

Diese Lehre ist entsetzlich.  In der Bibel wird einem Menschen das Heil geschenkt durch die absolute Macht Gottes und durch Gnade allein – denn in Gott alleine ist die Macht, den Menschen davon zu befreien, dass er “in seinen Vergehungen tot ist”, um ihn in Christus im Geist lebendig zu machen.  Die Katholische Kirche jedoch widersetzt sich starrsinnig der Bibel in diesem entscheidenden Punkt, denn sie behauptet offiziell, dass der “Mensch durch Sünde nur verwundet wurde.”[19]  Folglich beschreibt der katholische Katechismus Gottes Gnade als eine “Hilfe”, die durch ihre Sakramente empfangen werden kann.  Diese Sakramente wiederum werden völlig von der katholischen Priesterschaft kontrolliert.

Wir danken dem Herrn, unserem Gott, uneingeschränkt, dass wir von der Schrift her sicher sein können, dass seine Gnade eine vollkommen freie Gabe ist, “durch die er uns in dem Geliebten begnadigt hat.”[20]  Die Errettung bedeutet weder, dass wir in irgendeine Institution aufgenommen werden, noch dass wir Gnade durch irgendein Sakrament empfangen, sondern wir werden durch die Person des Herrn Jesus Christus alleine angenommen.

Der Papst als Ersatz für Christus allein als Objekt des Glaubens

Das Objekt des Glaubens wird in der Schrift eindeutig als Christus Jesus selbst gezeigt.  Folglich heißt es: “Glaubt an den Herrn Jesus Christus, du und dein Haus, und so werdet ihr errettet werden.”[21]  Dieser Glaube ist von Gott gegeben, wie der Apostel Petrus erklärt: „Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an die, welche den gleichen kostbaren Glauben wie wir empfangen haben an die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus.”[22]  Dieser von Gott geschenkte Glaube kommt durch das Hören des Wortes Gottes, wie geschrieben steht: “Der Glaube kommt aus dem Hören, das Hören durch das Wort Gottes.”[23]  Das Objekt des Glaubens ist so eindeutig in der Schrift, dass man Zweifel haben könnte, dass eine Kirche dies überhaupt verdrehen könne.  Nichtsdestotrotz schafft es die Katholische Kirche, die Vorstellung von Glaube völlig zu verändern.  Was Glaube angeht, wendet sie sich nicht direkt an das Individuum, sondern sie lenkt die Aufmerksamkeit auf sich selbst, “die Kirche”, als das Objekt des Glaubens und der Hingabe und als das Subjekt, das als erstes glaubt.  So lehrt die Katholische Kirche: “Zunächst ist es die Kirche, die glaubt und so meinen Glauben trägt, nährt und stützt.”[24]  Sodann, sehr direkt und irreführend, erklärt sie, “weil wir das Leben des Glaubens durch die Kirche empfangen, ist sie unsere Mutter.”31 Es folgt daraus, dass eine Person in der Katholischen Kirche an ihre “Kirche als ihre Mutter” glaubt und nicht an den Herrn Jesus Christus.  Die offizielle katholische Lehre lautet so:

“Glauben ist ein kirchlicher Akt. Der Glaube der Kirche geht unserem Glauben voraus, zeugt, trägt und nährt ihn. Die Kirche ist die Mutter aller Glaubenden. ‚Niemand kann Gott zum Vater haben, der die Kirche nicht zur Mutter hat.‘”32

Aus diesem Grunde müssen sich die römisch-katholischen Christen der „heiligen Mutter Kirche” unterwerfen und ihre Lehren akzeptieren.  Ohne eine biblische Grundlage versucht die Katholische Kirche, Jesus Christus als Objekt des Glaubens durch die “Mutter Kirche” zu ersetzen.

Die Folge davon ist, dass das Individuum zum Sklaven der Katholischen Kirche wird, anstatt in die Freiheit durch den Glauben an Jesus Christus allein einzutreten.  Indem die Katholische Kirche zum Objekt des Glaubens erhoben wird, verflucht das Papsttum alle, die alleine an Christus glauben.  Die offiziellen Worte der Mutter Kirche lauten so:

“Wer sagt, dass durch die Sakramente des Neuen Gesetzes die Gnade nicht ex opere operato [durch die Handlung selbst] vermittelt wird, sondern dass der Glauben an die göttliche

Verheißung alleine ausreichend ist, um Gnade zu erlangen, der sei Anathema [verflucht].”[25]

Christus, das Opfer, das ein für allemal ausreichend ist

Die einzigartige Einmaligkeit des Opfers Christi besteht in der Tatsache, dass es sich um ein Opfer handelt, das einmal dargebracht wurde.  Die Vorstellung der “Einmaligkeit” wird von der Schrift als so wichtig erachtet, dass sie im Neuen Testament sieben Mal bestätigt wird.  Die Vollkommenheit des Opfers Christi steht im Gegensatz zu den täglichen Opfern des Alten Testaments.  Die Wahrheit über die Vortrefflichkeit des Opfers Christi wird deutlich in dem Wort “ein für allemal”.  Zum Beispiel, der Apostel Paulus lehrt: „Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, ein für allemal; was er aber lebt, das lebt er für Gott.”[26] Der Apostel Petrus erklärt ebenfalls: “Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist.”[27]  Die gleiche Wahrheit wird fünf Mal im Hebräerbrief gelehrt und in diesem Vers zusammengefasst: “So wird der Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweiten Mal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil.”[28]  Diese majestätische Wahrheit wird von dem Herrn am Kreuz verkündet: “Es ist vollbracht.”[29]

In völligem Gegensatz hierzu erklärt die Katholische Kirche, dass das Opfer Christi am Kreuz in der Heiligen Messe enthalten und angeboten wird.  Nach offizieller Lehre, die der Schrift widerspricht, heißt es:

“In diesem göttlichen Opfer, das in der Messe vollzogen wird, [ist] jener selbe Christus enthalten und [wird] unblutig geopfert … der auf dem Altar des Kreuzes ein für allemal sich selbst blutig opferte.”[30]  Die Bibel jedoch lehrt, dass es “ohne Blutvergießen keine Vergebung der Sünden gibt.”39

In einer fast unglaublichen Weise kommt die Katholische Kirche zu einer noch empörenderen Schlussfolgerung.  Sie erklärt, dass das Opfer Christi auch ein Opfer der Kirche ist, die sich mit Christus geopfert hat.  Die offizielle Lehre lautet so: “Die Kirche, der

Leib Christi, nimmt am Opfer ihres Hauptes teil. Mit ihm wird sie selbst ganz dargebracht.”[31]  Es ist gänzlich gotteslästerlich für eine Kirche, ihre Mitglieder zu lehren, dass sie sich selbst mit dem Opfer Christi opfern.  Die Lehre, dass sie Anteil haben an dem Opfer Christi, ist durch und durch abartig und unmoralisch.  Diese Lehre ist total falsch, da sie die wiederholten Aussagen von Gottes Wahrheit in der Schrift leugnet.  Das Werk der Erlösung geschieht durch “ihn selbst”,[32] „ohne die Werke des Gesetzes”,42 “nicht durch Werke der Gerechtigkeit, die wir getan haben, sondern durch seine Gnade hat er uns errettet.”[33]  Den Menschen eine derartige Lehre zu bringen, ist ein schreckliches Gräuel vor unserem Herrn und Gott!

Das allerheiligste Wesen Gottes

Die Bibel lehrt klar, dass Gott alleine unendlich, ewig und unveränderlich in seinem Wesen, seiner Weisheit, seiner Macht, seiner Heiligkeit, seiner Gerechtigkeit, seiner Güte und seiner Wahrheit ist.  Äußerst wichtig ist die Tatsache, dass er der Allerheiligste ist.  Seine Heiligkeit ist die göttliche Eigenschaft, die alle seine Eigenschaften überschattet, so dass seine Gerechtigkeit heilig ist und seine Wahrheit heilig ist.  Alle Attribute machen sein Wesen aus, und die Heiligkeit umfasst alle seine Attribute; dies unterscheidet ihn von allen anderen Wesen.  Seine Heiligkeit ist das entscheidende Merkmal, und kein Wesen verfügt darüber.  Das ist der Grund, warum wir von ihm, dem allerheiligsten Gott errettet werden müssen.  Daher lesen wir in der Schrift: “Niemand ist heilig wie der Herr.”[34]  Wiederum erklärt das Wort Gottes: „Wer sollte dich nicht fürchten, o Herr, und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig.  Ja, alle Völker werden kommen und vor dir anbeten!”[35]  Der Herr ist unendlich heilig, wie die Schrift es ausdrückt: „Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen; die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit!”[36]  Über die Schrift hinaus, die erklärt, dass Gott heilig ist, besagt die Lehre der Katholischen Kirche, dass auch Maria “Allerheilig” ist.  Das Wort wird großgeschrieben, und an keiner Stelle oder in einer Fußnote wird erwähnt, dass diese Eigenschaft sich von der Eigenschaft Gottes unterscheidet.  Es wird das folgende gesagt: „Wenn wir Maria bitten, für uns zu beten, bekennen wir uns als arme Sünder und wenden uns an die „Mutter der Barmherzigkeit“, an die ganz Heilige.”[37]  Ferner lehrt die Katholische Kirche offiziell: “ Die Kirche gibt ihm [dem Katholik] das Beispiel der

Heiligkeit. In der heiligen Jungfrau Maria erkennt er die Gestalt und die Quelle dieser Heiligkeit …”[38]

Diese gotteslästerliche Lehre ist der Versuch, Gott zu berauben, indem das wahre Wesen der göttlichen Herrlichkeit, das alleine Gott gebührt, Maria zugeschrieben wird.  Für viele ist es ein Schock, wenn sie erkennen, dass das Papsttum durch diese Lehre die Gottheit völlig missachtet.  Wir wissen, dass der souveräne Herr, unser Gott, alleine der Allerheiligste ist und dass er seine Herrlichkeit mit niemandem teilt und allen widersteht, die dies leugnen: „Ich bin der HERR, das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem anderen geben, noch meinen Ruhm den Götzen!”49

Götzendienst

Die Schrift lehrt unmissverständlich, dass wir weder ein Götzenbild machen sollen, noch dass wir solche Götzenbilder anbeten sollen: “Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist.  Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!”[39]  Dann erklärt die Schrift, wie dies zu verstehen ist: “Und er verkündigte euch seinen Bund, den er euch zu halten gebot, nämlich die zehn Worte; und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln.  So bewahrt nun eure Seelen wohl, weil ihr keinerlei Gestalt gesehen habt an dem Tag, als der HERR aus dem Feuer heraus mit euch redete auf dem Berg Horeb, damit ihr nicht verderblich handelt und euch ein Bildnis macht in der Gestalt irgendeines Götzenbildes, das Abbild eines männlichen oder weiblichen Wesens.”[40]  So soll der Mensch kein Bildnis machen, das Gott gleicht (oder darstellt).  Die Schrift verbietet es, ein Bild vom Vater, Sohn oder Heiligen Geist zu machen.  Die Katholische Kirche jedoch argumentiert, dass man in der Tat Götzendienst praktizieren kann.  Paragraph 2132 des Katechismus aus dem Jahre 1994 sagt:

“Die christliche Bilderverehrung widerspricht nicht dem ersten Gebot, das Götzenbilder verbietet. Denn die Ehre, die wir einem Bild erweisen, geht über auf das Urbild, und wer das Bild verehrt, verehrt in ihm die Person des darin Abgebildeten.”

Die Rechtfertigung für dieses Tun besteht darin, dass man die Person, die auf einem Bild dargestellt wird, verehrt und nicht das Bild selbst.  Doch genau dies verbietet die Schrift, und darum war das Zweite Gebot ein Verbot an Aaron, das goldene Kalb zu schaffen.[41]

Die zweite Rechtfertigung, die vom päpstlichen Rom gegeben wird, um Götzendienst zu praktizieren, ist die Regel eines Konzils aus dem 8.  Jahrhundert, die folgendes besagt:

“Unter Berufung auf das Mysterium des fleischgewordenen Wortes hat das siebte Ökumenische Konzil in Nizäa im Jahr 787 die Verehrung der Ikonen, die Christus oder auch die Gottesmutter, Engel und Heilige darstellen, gegen die Ikonoklasten verteidigt. Durch seine Menschwerdung hat der Sohn Gottes eine neue Bilder-,,Ökonomie“ eröffnet.”[42]

Als das 7. Ökumenische Konzil von Nicäa erließ, dass die Fleischwerdung Jesu Christi eine neue “Haushaltung” in Bezug auf Bildnisse eingeführt hatte, war die unausgesprochene Logik hinter diesem Entschluss, dass Gott seine Meinung über das Zweite Gebot geändert hatte.  Solch ein Denken ist Blasphemie.  Gott ändert seine Meinung nicht.  Jesus Christus und die Apostel waren ebenso klar in ihrer Verwerfung des Götzendienstes wie das Zweite Gebot des Alten Testaments.  Nichtsdestotrotz beansprucht die Katholische Kirche, dass eine “Tradition vom Heiligen Geist” inspiriert ist, was das Schaffen von Bildnissen und deren öffentliche Zurschaustellung rechtfertigt.  In Paragraph 1161 des Katechismus heißt es:

“Folgen wir den göttlich inspirierten Lehren unserer heiligen Väter und der Tradition der Katholischen Kirche (denn wir wissen, dass diese Tradition vom Heiligen Geist inspiriert ist, der in der Kirche wohnt), erklären wir rechtmäßig und mit voller Gewissheit und Zuverlässigkeit, dass, wie das Bild des kostbaren und lebensspendenden Kreuzes, so auch verehrungswürdige und heilige Bilder unseres Herrn und Gottes und Erlösers Jesu Christi, unserer unbefleckten Frau, der heiligen Mutter Gottes, und von den Engeln und allen Heiligen und Gerechten, ob sie nun gemalt oder in Mosaiken gelegt oder in anderen Materialien angefertigt wurden, in den heiligen Kirchen Gottes dargestellt werden sollen, auf heiligen Gefäßen und Gewändern, auf Wänden und Wandtafeln, in Häusern und auf traßen.” Dies ist die uneingeschränkte Zustimmung der “Mutter Kirche für Götzendienst – offen, einfach, und verboten von dem Herrn, unserem Gott.

Der Heilige Geist wird ebenso gelästert, wenn die Katholische Kirche beansprucht, dass Er die Tradition etablierte, die die Verwendung von Bildern rechtfertigt.  Vielmehr macht die Bibel an vielen Stellen deutlich, dass Gott den Götzendienst hasst und ein kunstvolles Bild dessen, was göttlich ist, verbietet (2 Mo 20, 4-6).  Bilder anzufertigen, die Gott darstellen sollen, verunreinigt diejenigen, die sie gebrauchen (5 Mo 4, 13-16).  Bildnisse lehren Lügen über Gott (Hab 2,18-20).  Gott kann in der Kunst nicht dargestellt werden, und alle, die derartiges tun, sind zur Buße gerufen (Apg 17, 29-30).  Der Heilige Geist gibt im Neuen wie im Alten Testament diesbezüglich Warnungen: “Kinder, hütet euch vor den Götzen!” (1 Joh 5, 21).  Zu den üblen Früchten, die der Götzendienst, den Gott hasst, in der Anbetung hervorbringt, zählen der vielfältige heidnische Aberglaube und die vielen heidnischen Traditionen des römischen Katholizismus.  Aber die übelste Frucht des Götzendienstes, die in der römisch-katholischen Anbetung unter dem Deckmantel des Christentums heranreifte, ist das falsche Evangelium.

Über Götzendienst zu sprechen ist von größter Wichtigkeit, da viele moderne bibelgläubige Gemeinden versuchen, die Verwendung von Bildern von Christus zu rechtfertigen.  Sie argumentieren, dass sowohl wir als auch diejenigen, die nicht lesen können, durch diese Bilder zu einem tieferen Verständnis der Person Christi kommen.  Dennoch macht die Schrift deutlich, dass solche Bilder lügen.  Jesus Christus ist die einzige Person mit zwei unterschiedlichen Naturen – einer menschlichen und einer göttlichen Natur – in einem Leib.  Folglich fällt der Versuch, ein Bild von Jesus Christus zu machen, eingraviert oder zweidimensional oder als bewegliches Bild, unter das Zweite Gebot.  Kein Bild kann die Göttlichkeit Christi wiedergeben, denn Er ist „die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens”,[43] „in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.”[44]

Wenn wir biblisch bleiben wollen, müssen wir bildhafte Darstellungen, welche die Personen des Vaters, des Sohnes oder des Heiligen Geistes abbilden, meiden oder ablehnen.  Die Strafe für Götzendienst ist schwer, wie sowohl das Alte wie das Neue Testament klar machen.[45] Denn jeder Versuch, Christus, den Vater oder den Heiligen Geist sichtbar zu machen, muss bereut werden; denn Gott ist heilig, und die Wahrheit der Bibel reicht aus, um uns Wissen über göttliche Dinge zu vermitteln.

Der Götzendienst der Messe

Das Herz des römischen Katholizismus ist die Messe oder Eucharistie, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil als die “Quelle und der Höhepunkt des christlichen Lebens” beschrieben wird.  Rom behauptet, dass die Messe ein Opfer ist und dass das Opfer auf Golgatha und die Messe das gleiche ist, “ein einziges Opfer.”

Folglich lehrt die Katholische Kirche:

“Das Opfer Christi und das Opfer der Eucharistie sind ein einziges Opfer: Denn die Opfergabe ist ein und dieselbe; derselbe, der sich selbst damals am Kreuze opferte, opfert jetzt durch den Dienst der Priester; allein die Weise des Opferns ist verschieden. In diesem göttlichen Opfer, das in der Messe vollzogen wird, [ist] jener selbe Christus enthalten und [wird] unblutig geopfert … der auf dem Altar des Kreuzes ein für allemal sich selbst blutig opferte.”[46]

Die Lehre des Heiligen Geistes jedoch ist, dass Christus sich einmal geopfert hat im Gegensatz zu den täglichen Opfern des Alten Testaments, “auch nicht, um sich selbst oftmals [als Opfer] darzubringen, so wie der Hohepriester jedes Jahr ins Heiligtum hineingeht mit fremdem Blut, denn sonst hätte er ja oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an.  Nun aber ist er einmal offenbar geworden in der Vollendung der Weltzeiten zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst.”58  Die göttliche Vollkommenheit zeigt sich an der Tatsache, dass es ein Opfer war, das ein für allemal dargebracht worden war.

Wir erkennen mehrere schwerwiegende Abweichungen der Lehre des “Eucharistischen Opfers” von der Lehre der göttlichen Vollkommenheit der Erlösung, wie sie in der Schrift geoffenbart ist.  Erstens, ein erneutes Opfer des ein für allemal geschehenen Opfers ist ein Angriff auf den Willen und Ratschluss Gottes.

Zweitens, jemand, der sich anmaßt, das vollkommene Opfer des Herrn Jesus Christus zu wiederholen [in der Eucharistie], erweist sich als höchstgradig arrogant.  Christus Jesus alleine war würdig, sich selbst zu opfern.  Nur er hatte die einzigartige Fähigkeit, wie der Heilige Geist lehrt: „Denn ein solcher Hohepriester tat uns Not, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern abgesondert und höher als die Himmel ist.”[47]

Drittens, die Katholische Kirche behauptet, dass “Jesus Christus in einer unblutigen Weise geopfert wird.” Die Schrift setzt das Opfer mit Leiden gleich.  Bei einem Sühneopfer kann man das Opfer nicht vom Leiden trennen.  Diese Wahrheit ist so wichtig, dass sie als absolutes Prinzip formuliert wird: “ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.”[48]  Ein unblutiges Opfer ist demnach ein Widerspruch in sich selbst.  Ein unblutiges Opfer ist ein sinnloser Widersinn, der kein anderes Ziel haben kann, als in die Irre zu führen.

Viertens, das Mahl des Herrn ist kein Opfer; es ist ein Gedächtnismahl.  Brot und Wein sind Zeichen, die den Leib und das Blut unseres ein für allemal geopferten Herrn auf Golgatha symbolisieren.  Wir sollen dies essen und trinken, um mit Dank und Preis an Ihn und seine Erlösung zu gedenken, bis Er wiederkommt.

Heute gibt es in der Katholischen Kirche Klöster mit Nonnen, die die Eucharistie Tag und Nacht halten.  Es gibt fromme Katholiken, die Stunden damit zubringen, sich vor dem “gesegneten Sakrament” niederzuknien, um es anzubeten und zu ihm zu beten in der Überzeugung, in der “realen Präsenz” Jesu Christi Trost zu empfangen, so sagen sie.  Die erschreckende Tatsache ist, dass Menschen, die bekennen, Christus in einer heiligen Weise anzubeten, tatsächlich Götzendienst in einer krassen Weise praktizieren.  Die Anbetung eines Sakraments wird den Zorn Gottes bringen, wie es in seinem Wort verheißen ist.  Götzendienst ist geistlicher Ehebruch.  Der Herr betrachtet jene, die Götzendienst praktizieren, als solche, die ihn hassen, obgleich sie vorgeben, ihn zu lieben.  Die Schrift sagt klar, dass Gott “die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.”[49]

Im 16.  Jahrhundert während der Regierung von Maria I.  Tudor, der “blutigen Mary” [auch die “katholische Maria” genannt], starben viele Märtyrer auf dem Scheiterhaufen in England alleine aufgrund von vier Worten “tut dies zu meinem Gedächtnis.”62  Wären sie bereit gewesen, diese Worte beiseite zu lassen oder sie zumindest sehr “frei” auszulegen, wären sie dem Tod entwischt.  Weil sie auf Christus vertrauten und sein Wort bewahrten, weigerten sie sich, dies zu tun.  Für sie war Gottes Wort Wahrheit und Leben.  Indem sie Gottes Wort bewahrten, leugneten sie die Lehre der Katholischen Kirche, dass den Elementen der Kommunion, dem Brot und dem Wein, tatsächlich der physische Leib und das Blut Christi mit seiner Seele und seiner Göttlichkeit innewohnt.[50]

Schlussfolgerung

Wir haben versucht aufzuzeigen, dass die Katholische Kirche gewiss nicht christlich ist.  Vielmehr handelt es sich um eine abgefallene Kirche.  Die Bibel, Gottes geschriebenes Wort, ist die irrtumslose und unfehlbare Autorität gegen den Abfall der Katholischen Kirche und ihr falsches Evangelium.  Die Schrift macht deutlich, dass wir alle von Natur aus “tot sind in unseren Vergehungen”,64 und praktisch rebellieren wir alle gegen den Allerheiligsten Gott.  Aus diesem Grunde stehen wir alle gerechterweise unter dem Fluch des Gesetzes.  Doch die Liebe des himmlischen Vaters durch das Evangelium der Gnade errettet die Seinen vor seinem feurigen Zorn.  Indem der Heilige Geist die Menschen in ihren Herzen von Sünde überführt, zieht Er die Menschen zum Heil, das alleine Gott schenkt.  Dieses Heil, das auf dem Tod Christi und seiner Auferstehung beruhrt, empfängt der Mensch aus Gnade allein durch Glauben allein.  Folglich glauben wir an den Herrn Jesus Christus allein, „denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.”[51]  Eine solche Gnade und Liebe bewegt unser Herz zu einer immer tieferen Dankbarkeit, so dass wir mit unserem ganzen Herzen verkünden:

“Gepriesen sei sein herrlicher Name in Ewigkeit! Seine Herrlichkeit erfülle die ganze Erde! Amen, ja, Amen.”66


[1] Die Anathemas oder Flüche gegen Evangelikale als Häretiker sind laut katholischem Kirchenrecht bis heute gültig, weil das Konzil von Trient (1545-1563) nie verworfen wurde. Nachdem das Heilige Römische Reich zerfallen war, hatte das Papsttum keine militärische oder zivile Gewalt mehr, diese Anathemas durchzusetzen, wie es in den 605 Jahren der Inquisition geschah. Folglich nutzt das Papsttum seit kurzem den “Ökumenismus”, “Dialog” und die Förderung der „sozialen Gerechtigkeit” als Mittel und Wege, um Evangelikale in ihre Kirche zurückzuführen.

[2] Vatican Council II Documents, „Reflections and Suggestions Concerning Ecumenical Dialogue”, Vol. I; Sect. II. Dieses entscheidende Dokument des Vatikans erklärt: “… der ökumenische Dialog beschränkt sich nicht auf

[3] Epheser 2, 8-9.

[4] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 1129.

[5] Johannes 10,35.

[6] Johannes 17,17.

[7] Sprüche 30,6.

[8] 2Timotheus 3,16-17. 12 Markus 7,13.

[9] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 80, 81.

[10] 2Petrus 1,20-21.

[11] Johannes 16,13: “Wenn der Geist kommt, wird er euch in alle Wahrheit leiten.” 16 Johannes 16,15.

[12] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 82.

[13] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 891.

[14] Zum Beispiel, Papst Honorius I. (625-638) wurde nach seinem Tod vom 6. Ökumenischen Konzil (680-681) als Häretiker verdammt und exkommuniziert. Er wurde ferner von Papst Leo II. als Häretiker verdammt sowie von jedem weiteren Papst bis in das 11. Jahrhundert. Beim Ersten Vatikanischen Konzil im Jahre 1870 wurde zum ersten Mal erklärt, dass der Papst unfehlbar sei.

[15] Epheser 2,1

[16] Epheser 2,9

[17] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 2021. 23 Römer 11,6.

[18] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 1129.

[19] Vatican Council II Documents, No.64, “Gaudium et Spes”, 1965, Vol. I, Sect. 14.

[20] Epheser 1,6.

[21] Apostelgeschichte 16,31.

[22] 2Petrus 2,1.

[23] Römer 10,17.

[24] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 168. 31 Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 169. 32 Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 181.

[25] Kanon und Dekrete der 7. Situng, März, 1547. Dieser Fluch gegen jene, die glauben, dass Christus alleine das Objekt ihres rettenden Glaubens ist, wurde nie aufgehoben. Über Jahrhunderte kam es zu entsetzlichen Folterungen durch die päpstliche Inquisition in Europa, die alle hinwegraffte, die alleine an Christus glaubten. Am Ende des 18. Jahrhunderts hatte das Papsttum nicht mehr die militärische und zivile Macht, um ihre finsteren Lehren zu verbreiten. Aber Mitte des 20. Jahrhunderts setzte der Papst neue Mittel ein, um sich gegen jene zu wenden, die an Christus allein glauben: Ökumenismus, Dialog und soziale Gerechtigkeit. Die Methode hat sich geändert, das Ziel ist das gleiche.

[26] Römer 6,10.

[27] 1Petrus 3,18.

[28] Hebräer 9,28.

[29] Johannes 19,30.

[30] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 1367. 39 Hebräer 9,22.

[31] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 1368.

[32] Hebräer 1,3. 42 Römer 3,28.

[33] Titus 3,5.

[34] 1Samuel 2,2.

[35] Offenbarung 15,4.

[36] Jesaja 6,3.

[37] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 2677.

[38] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 2030. 49 Jesaja 42, 8.

[39] 2 Mose 20, 4-5.

[40] 5 Mose 4, 13; 4,15-16.

[41] 2 Mose 32, 4-9.

[42] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 2131.

[43] Hebräer 1,3.

[44] Kolosser 2,9.

[45] 2 Mose 20, 4-6; 5Mose 4,13; 4,15-16; Habakkuk 2,18-20; Apostelgeschichte 17,29-30. Der Heilige Geist ruft sowohl im Alten wie im Neuen Testament dazu auf, sich vom Götzendienst fernzuhalten (siehe auch 1 Johannes 5, 21)

[46] Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 1367 58 Hebräer 9, 25-26.

[47] Hebräer 7, 26.

[48] Hebräer 9, 22.

[49] 2 Mose 20,5-6. 62 Lukas 22,19.

[50] Es ist dieses Dogma der Katholischen Kirche, das als Transsubstantiation bezeichnet wird. Die offizielle Lehre findet sich im Katechismus der Katholischen Kirche, 1992, Paragraph 1376, wo es heißt: “Durch die Konsekration des Brotes und Weines geschieht eine Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in die Substanz des Leibes Christi, unseres Herrn, und der ganzen Substanz des Weines in die Substanz seines Blutes. Diese Wandlung wurde von der heiligen katholischen Kirche treffend und im eigentlichen Sinne Wesensverwandlung [Transsubstantiation] genannt.” 64 Epheser 2,1.

[51] Epheser 2,8-9. 66 Psalm 72,19.